FUSSBALL: Mämfs Zapfsäule am Pokalturnier

In den letzten Jahren haben Manfred Bischofberger und Christian Savoldelli die alte Rebsteiner Clubhütte wiederbelebt. Am Pokalturnier war sie früher der Treffpunkt schlechthin – und sie soll es wieder werden.

Andrea Kobler
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Freuen sich auf viele Gäste am Pokalturnier: Christian «Savo» Savoldelli (links) und Manfred «Mämf» Bischofberger. (Bild: Andrea Kobler)

Freuen sich auf viele Gäste am Pokalturnier: Christian «Savo» Savoldelli (links) und Manfred «Mämf» Bischofberger. (Bild: Andrea Kobler)

FUSSBALL. Ruth und Werner Zünd wandelten die Umkleidekabine der 50er- und 60er-Jahre 1971 in eine Bar um. Am Pokalturnier wurde unter ihrem Dach jeweils der Siegerpokal bis am Montagmorgen herumgereicht, die Getränkemaschine der deutschen Gäste mit Whisky gefüllt. Dabei war die Hütte so voll, dass gar niemand umfallen konnte. Die Rechnungen wurden am frühen Morgen beglichen – die Betreiber führten eine «Strichli»-Liste.

50 Besucher pro Heimspiel

Später diente die Clubhütte als Lagerraum. Bis sie Manfred «Mämf» Bischofberger vor zweieinhalb Jahren zu Mämfs Zapfsäule umfunktionierte. Seither verfolgen jeweils rund 50 Besucher pro Heimspiel des FC Rebstein den Spielverlauf von der nördlichen Eckfahne aus. Hier ist Manfred Bischofberger, ehemaliger Fussballer, Trainer, Sportchef und Mädchen für alles, der Chef. Christian Savoldelli, früher auch Spieler, Trainer und Sportchef der ersten Mannschaft, hilft ihm ebenso wie Roman Federer, der OK-Präsident des Pokalturniers.

Den weiblichen Charme bringen ihre Partnerinnen Brigitte, Barbara und Rachel. Zum zweiten Mal wird die Zapfsäule am 20., 22. und 23. Juli am Pokalturnier in Betrieb genommen. Erstmals werden auch Würste grilliert – von Federer-Vater Hans.

Die alte Hütte ist in die Jahre gekommen, hätte noch manch eine Geschichte zu erzählen. «Ein neues Dach und eine neue Fassade hätte sie nötig», sagt Bischofberger. Doch man könne nicht immer investieren.

Wie vor über 60 Jahren

Gerade weil die Hütte noch so aussieht wie vor über 60 Jahren, ist sie so charmant. In der Zapfsäule wird auf Gemütlichkeit gesetzt – und am Pokalturnier die Musik vom Festzelt von nebenan genossen. Vielfach wird bis in die späten Abendstunden diskutiert. «Zum Beispiel über den zu hohen Rasen», lacht Bischofberger, der aber sagt: «Streit gibt es nie.» Hier treffen sich Angehörige verschiedener Vereine, Alter und Nationen.

Nicht nur Fussballern, sondern auch Ringern, Turnern oder Faustballern gefällt es. «Das ist cool – und wenn sie sich wohl fühlen sowieso», sagt Christian Savoldelli. Mämf und Savo haben bereits viel für den Verein getan. Beide sind Ehrenmitglieder des FCR und bedienen auch die Zapfsäule ehrenamtlich.