FUSSBALL: Im Aufstiegsrennen dabei

Der FC Rebstein besiegt Widnau II mit 3:2 und wahrt damit die Chance, in die 2. Liga aufzusteigen. Die Giger-Elf liess gegen die Widnauer Reserven nichts anbrennen.

Remo Zollinger
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Simon Schranz setzt sich gegen Remo Heller durch. (Bild: rez)

Simon Schranz setzt sich gegen Remo Heller durch. (Bild: rez)

Remo Zollinger

Nur in der Schlussphase kam Spannung in die Partie: Sandro Sonderegger traf in der 86. mit einem satten Schuss aus der zweiten Reihe zum 3:2. Daraufhin versuchte Widnau, doch noch einen Punkt mit nach Hause zu nehmen – Chancen hatte der FCW zwar keine grossen mehr, aber doch mehr Ballbesitz und hin und wieder gab es vor dem Rebsteiner Tor brenzlige Situationen. Die beste Abwehr der Liga machte ihr Job aber gut, es blieb bei den zwei Gegentoren.

Durch den Sieg bleibt Rebstein auf dem dritten Tabellenrang. Der Rückstand auf den Leader beträgt zwar neun Punkte, weil Besa aber nicht aufsteigen darf, ist Rebstein im Aufstiegsrennen erster Konkurrent des FC Diepoldsau-Schmitter. Auf die Rheininsler sind es fünf Längen Rückstand, wobei Rebstein am Mittwoch beim Tabellenvorletzten Wittenbach noch ein Nachtragsspiel auszutragen hat.

Rebstein wieder mit frühem Führungstor

Wie schon in den Heimspielen gegen Staad und Diepoldsau, traf Rebstein auch gegen Widnau II schon nach wenigen Minuten. Rico Köppel hiess nach drei Zeigerumdrehungen der Torschütze, wobei der Ball im Sechzehner noch von einem Widnauer Verteidiger unhaltbar abgefälscht wurde. Das Tor verlieh Rebstein zwar Sicherheit, die nächsten Chancen hatten aber die Gäste: Immer wieder war es Daniele Lamorte, der die Abwehr beschäftigte, ein Tor gelang aber weder ihm noch Labinot Sadiku, der ebenfalls zum Abschluss kam. Danach flachte die Partie ab, bis zur Pause geschah praktisch nichts mehr. Widnau legte nach der Pause einen Zacken zu und kam zu einer guten Chance, Timo Faleschini scheiterte mit seinem Kopfball aber am stark reagierenden Jannes Zünd im Rebsteiner Tor. Danach kamen beide Mannschaften zu einem Penalty: Weil sowohl Rico Köppel (56.) als auch der Ex-Rebsteiner Nderim Bektashi (66.) trafen, stand es dann 2:1.

Böhrers Tor bricht Widnau das Genick

Zwei Minuten nach dem Widnauer Anschlusstreffer kam Rebstein zu einem Freistoss von links. Joshua Böhrer trat ihn mit der Absicht, eine Flanke zu schlagen, der Ball ging aber direkt aufs Tor und flutschte Marco Lenz durch die Hände – 3:1, eine Art Genickbruch für die Gäste, die sich schwer taten, ins Spiel zurückzufinden. Innenverteidiger Böhrer hatte schon beim abgebrochenen Spiel in Wittenbach vor Wochenfrist getroffen: Durch sein Tor und die Doublette von Mittelfeldspieler Köppel gelang es zu kaschieren, dass die Stürmer das Tor nicht mehr trafen. Nicht der sich stark aufreibende und mit gutem Einsatz spielende Anton Lleshi und auch nicht Klainti Tsalekou, der zweimal aus guter Position scheiterte. Weil es Rebstein verpasste, den Sack definitiv zuzumachen, kam Widnau nochmals auf. Die Schlussoffensive der Gäste nach dem 3:2 brachte aber nichts mehr ein. Die Widnauer können die Niederlage einigermassen gelassen hinnehmen: Weil Wittenbach verlor, hat der FCW weiterhin sechs Punkte Vorsprung auf den Strich. Sieben Punkte mehr hat Widnau im Vergleich mit Schlusslicht Staad.

3. Liga, Gruppe 2

FC Rebstein – FC Widnau II 3:2 (1:0)

Birkenau – 250 Zuschauer – SR: Marcel Zimmermann

Tore: 3. Köppel 1:0, 56. Köppel (Penalty) 2:0, 66. N. Bektashi (Penalty) 2:1, 68. Böhrer 3:1, 86. Sonderegger 3:2.

Rebstein: Zünd; Baumgartner, Haltiner, Böhrer, Kamalanathan; Eugster, Dierauer, Köppel, Niederl; Tomasic, Lleshi. Eingewechselt: Tsalekou, Schranz, Reho, Nüesch.

Widnau: Lenz, Giuliano, L. Bektashi, Kamberi, Sonderegger, Haltiner, Lüchinger, Faleschini, Heeb, Sadiku, Lamorte. Eingewechselt: Lakna, N. Bektashi, Zillig, Heller.

Gelbe Karten: 45. Faleschini (Reklamieren), 78. Heller, 90. Schranz (beide Foul).