FUSSBALL: Gleiches Dress und gleiche Punktzahl

Nach je zwei Spielen am Rebsteiner Pokalturnier haben bereits alle Teams Punktverluste hinnehmen müssen. Noch ungeschlagen sind nur Rebstein und St. Margrethen, die sich im Eröffnungsspiel torlos trennten. In der Gruppe B haben alle fünf Mannschaften drei Punkte.

Gerhard Huber
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Nur dank den Überziehern war Gastgeber Rebstein beim 0:0 zum Auftakt von St. Margrethen zu unterscheiden.

Nur dank den Überziehern war Gastgeber Rebstein beim 0:0 zum Auftakt von St. Margrethen zu unterscheiden.

FUSSBALL. Wenn am Rebsteiner Pokalturnier der Ball rollt, ist das Ende der fussballlosen Zeit nicht mehr weit. In wenigen Wochen wird mit den ersten Cupspielen der Ernst des Fussballerlebens wieder beginnen. Dann geht es wieder um Siege und Punkte. Da kommt ein erster Vergleich mit den Konkurrenten gerade recht. Können sich die neuen Spieler in die Mannschaft integrieren? Konnten die Abgänge adäquat ersetzt werden? Funktioniert das in den sommerlichen Trainingseinheiten eingeübte System?

Neonfarbenes Trainingsdress

Das Eröffnungsspiel des Gastgebers Rebstein gegen den einzigen Rheintaler Vertreter in der 2. Liga interregional, den FC St. Margrethen, begann mit einer Kuriosität. Beide Mannschaften spielten zunächst in weissen Trikots, bis nach zehn Minuten die Räbschter orange Westen überziehen mussten. Doch auch das neonfarbene Dress verhalf den leicht überlegenen Gastgebern nicht zum Sieg. Das Spiel endete torlos.

Wobei gerade der Eröffnungsmatch zeigte, dass die Ergebnisse dieses Turniers mit Vorsicht zu geniessen sind. So hatte St. Margrethen nur einen Spieler auf der Ersatzbank und brachte sogar Sportchef Marc Lütolf zum Einsatz. Genau entgegengesetzt die Situation beim FC Widnau. Dort standen Trainer Sven Sonderegger mit 20 Spielern praktisch zwei Teams zur Verfügung – Gelegenheit für die jungen Spieler und Neuzugänge, sich für das Fanionteam zu empfehlen. Und die jungen Widnauer, die fünf der letzten zehn Pokalturniere gewonnen haben, zeigten zunächst gegen den FC Rüthi mit einem 3:0 eine reife Leistung, verloren dann gegen die Städtli-Kicker aus Altstätten.

Sport und Spass regierten

Dass neben dem Sport auch der Spass regierte, zeigten die Altstätter, die vor lauter lauter Musik in der Kabine das Zeichen des Schiedsrichters zum Auflaufen beinahe überhörten. Der «FC Widnau reloaded» aus dem Städtli mit dem früheren Widnau-Co-Trainer Adrian Brunner und den Alt-Aegeten-Spielern Irisme, Jevtic und Bösch auf dem Spielfeld verlor gegen Au-Berneck mit 0:1.

Gegen den Erzrivalen aus Widnau wurde dann aber ein 2:1-Sieg erkämpft. Wie Widnau ging es auch allen anderen Teams in der Gruppe B: Alle siegten und verloren je einmal.

Im Kampf um die Halbfinalplätze ist nur das noch punktelose Goldach bereits geschlagen. Die anderen neun Teams spielen am Freitag ab 17.45 Uhr mit intakten Chancen auf die Vorschlussrunde.

Eigentor des Jahres

Dass es neben den in im Eröffnungsspiel in gleichen Dresses auftretenden Teams weitere Kuriositäten zu sehen gab, zeigte der Neuzugang Faruk Öztürk vom FC Diepoldsau-Schmitter. Er erzielte gegen Rebstein das Eigentor des Jahres, als er von Höhe der Mittellinie seinen eigenen Torwart mit einem hohen und unerreichbaren Rückpass überraschte.

Tag eins des Rebsteiner Pokalturniers zeigte ein äusserst ausgeglichenes Turnier. Keiner Mannschaft gelangen zwei Siege. Am besten kamen der FC Rebstein und der FC St. Margrethen mit je einem Unentschieden und einem Sieg aus den Startlöchern. Für die nächsten Gruppenspiele am Freitag ist jedenfalls Spannung angesagt.

Julian Bösch schiesst die Freistösse wieder für Altstätten – hier bei der 0:1-Niederlage gegen Au-Berneck. (Bilder: Ulrike Huber)

Julian Bösch schiesst die Freistösse wieder für Altstätten – hier bei der 0:1-Niederlage gegen Au-Berneck. (Bilder: Ulrike Huber)