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FUSSBALL: Fünf Gegentore in einer Hälfte

Der FC St. Margrethen verliert gegen Winkeln 1:6 (1:1) – damit dürfte das Interregio-Abenteuer der Metzler-Elf beendet sein.
Remo Zollinger

Die wenigen St. Margrether Spieler, die nach dem Spiel auf der Rheinauen verweilten, wirkten ratlos, legten ihr Gesicht in die Hände. Am liebsten wären sie im Boden versunken. Sie wussten: Das war’s dann wohl mit der Mission Ligaerhalt. Nach der dritten verlorenen Direktbegegnung ist die Klasse kaum mehr zu halten, obwohl es rechnerisch bei fünf Punkten Rückstand auf den Strich weiterhin möglich ist.

St. Margrethen war auf dem eigenen Platz klassisch ausgekontert worden. Winkeln hatte mit Ex-St. Gallen-Profi Sven Lehmann und Roger Kobler die optimalen Spieler dazu in seinen Reihen: Mal für Mal tanzten sie mit Schnelligkeit und Technik die St. Margrether Abwehr aus. Und trugen am Ende entscheidend dazu bei, dass das Resultat für die Heimelf mit 1:6 so richtig vernichtend aussah.

Der Präsident sprach von einer Bankrotterklärung

Fünfmal musste Goalie Fabio Staudacher in der zweiten Hälfte hinter sich greifen, sechsmal insgesamt. Die letzten drei Gegentore fielen zwar in der Schlussviertelstunde – wenn sich eine Mannschaft, die sich im Abstiegskampf befindet, aber so gehen lässt, ist das ein schlechtes Zeichen. Trainer Didi Metzler liess sein Team nach dem Schlusspfiff lange Zeit auslaufen. Eine Art Straftraining. Als blutleer und leidenschaftslos bezeichnete Präsident Natal Schnetzer den Auftritt seines Teams. Er sprach von einer Bankrotterklärung. Und auch Didi Metzler sagte nach dem Spiel: «So spielt ein Absteiger.»

Schon nach dem 1:2 war der Widerstand gebrochen

Dabei lag St. Margrethen zur Pause noch im Soll. Das Spiel war ausgeglichen, St. Margrethen hatte mehr Ballbesitz, und Silvestre Lopete in der 25. Minute das 0:1 von Lehmann (17.) ausgeglichen. Auch die letzte gute Möglichkeit vor der Pause hatten die Platzherren, Valdon Axhija scheiterte bei seinem Versuch aber am Torhüter.

Dann folgte Winkelns Schaulaufen, das auch deshalb möglich war, weil St. Margrethen nach der Pause kein Bein vor das andere brachte. Lehmann traf in der 50. Minute zum 2:1, womit der Widerstand gebrochen war. Denn ein Aufbäumen war nicht vorhanden. Folgerichtig fiel acht Minuten nach dem 2:1 das 3:1, diesmal hiess der Torschütze Marc Grünenfelder, er erwischte Staudacher mit einem frechen Freistoss in der kurzen Ecke.

Damit war das Spiel gelaufen, Simon Hofstetter traf aber noch zweimal (80./84.) und Sven Lehmann setzte in der 87. Minute mit dem 6:1 den Schlusspunkt hinter eine für St. Margrethen extrem bittere Pleite.

Remo Zollinger

2. Liga inter, Gruppe 6

St. Margrethen – Winkeln SG 1:6 (1:1)

Rheinauen – 150 Zuschauer – SR: Ibraimi.

Tore: 17. Lehmann 0:1, 25. Lopete 1:1; 50. Lehmann 1:2, 58. Grünenfelder 1:3, 80./84. Hofstetter 1:4/1:5, 87. Lehmann 1:6.

St. Margrethen: Staudacher; Hajrullahu, Shoshi, Pazos, Shabani; Özkan, Zivic, Lütolf, Eris; Lopete, Axhija.

Winkeln: Staub; Broger, Hägi, Inauen, Herde; F. Eberle, Grünenfelder, Kargel; Lehmann, N. Eberle, Kobler.

Gelbe Karte: 45. Lütolf (Foul).

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