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FUSSBALL: Forfait-Pleite nach Spielabbruch

Das am letzten Sonntag abgebrochene Spiel zwischen St.Margrethen und Wil II wird mit 3:0 für die Äbtestädter gewertet. Dies, weil St.Margrethen nicht mehr weiterspielen wollte. Der Entscheid ist eine Formalität.
Remo Zollinger
Der Schiedsrichter hatte die Pflicht, das Spiel zu Ende zu pfeifen. St. Margrethen wollte nach der schweren Verletzung seines Torhüters nicht mehr fertig spielen und verliert nun 0:3. (Symbolbild: depositphotos/honeyway)

Der Schiedsrichter hatte die Pflicht, das Spiel zu Ende zu pfeifen. St. Margrethen wollte nach der schweren Verletzung seines Torhüters nicht mehr fertig spielen und verliert nun 0:3. (Symbolbild: depositphotos/honeyway)

Am vergangenen Sonntag traf St.Margrethen im letzten Interregio-Vorrundenspiel auf die U23 des FC Wil. Die Partie dauerte nur bis zur 68. Minute: Dann warf sich St.Margrethens Torhüter Idris Idrizoski dem heranstürmenden Wiler Titaro entgegen und verletzte sich schwer. Idrizoski erlitt beim heftigen Zusammenprall einen Schien- und Wadenbeinbruch.

Nach einem langen Pflegeunterbruch wurde das Spiel eine halbe Stunde später beim Stand von 2:0 für die Wiler abgebrochen. Gestern wurde bekannt: Wil gewinnt es Forfait mit 3:0.

Die 30-Minuten-Regel spielt keine Rolle

Ramon Zanchetto von der Amateur Liga erklärt, wie es zu der Entscheidung gekommen ist: «Gemäss Reglement hat der Schiedsrichter die Pflicht, jedes Spiel auch nach langen Unterbrüchen zu Ende zu pfeifen. Er wollte dies tun und fragte die beiden Teams, ob sie weiterspielen möchten. Wil sagte zu, St.Margrethen lehnte ab.»

In einem solchen Fall kommt das Wettspielreglement der AL zum Tragen: Es besagt, dass die Mannschaft Forfait gewinnt, die das Spiel hätte fortsetzen wollen.

Keine Rolle spielte beim Entscheid übrigens die Tatsache, dass der Unterbruch mehr als eine halbe Stunde dauerte. 30 Minuten müssen die Schiedsrichter nur dann abwarten, wenn ein nicht beeinflussbares Ereignis wie etwa das Wetter einen Spielunterbruch verursacht. Dies war zuletzt beispielsweise bei Altstätten gegen Rebstein im Juni der Fall, als das Spiel nach drei Minuten wegen heftigen Regenfällen und grossen Pfützen auf dem Feld abgebrochen wurde. Der Schiedsrichter unterbrach die Partie und musste 30 Minuten abwarten, bevor er es regelkonform abbrechen konnte. Das Derby wurde dann nachgeholt.

Es ist kein Entscheid gegen St.Margrethen

Das Forfait ist eine Formalität, kein Entscheid gegen St.Margrethen. Viele rechneten mit der Beglaubigung des Spielstands von 0:2, das war aber regeltechnisch unmöglich. Die Amateur Liga hat aber darauf verzichtet, dem FC St.Margrethen eine Busse aufzubrummen und Strafpunkte zu geben, wie dies sonst bei einem Forfait der Fall ist.

«Wir haben den Fall beraten und verstehen, dass St.Margrethen nach diesem Unfall nicht nach Weiterspielen zumute war. Wir hoffen, Idris Idrizoski erholt sich schnell wieder», sagt Ramon Zanchetto.

St.Margrethen kann mit dem Forfait gut leben

Der FC St.Margrethen nimmt den Entscheid besonnen hin. Der Verein wird nicht dagegen rekurrieren. «Das ist für uns überhaupt kein Thema», sagt Präsident Natal Schnetzer.

Der Rheintaler Interregio-Vertreter geht schon lange auf dem Zahnfleisch, die Chancen auf einen Sieg in einem Wiederholungsspiel wären ohnehin nicht zu gross gewesen. Schnetzer dazu: «Wir sind froh, nicht nochmals spielen zu müssen.»

Ein Spiel steht St.Margrethen aber noch bevor: Das Cupspiel gegen die Tormaschinerie von Rüti ZH. Wer steht dann im Tor? Mit Dennis Ritz vom «Zwei» und Abil Canoski von den Senioren hat St.Margrethen noch zwei verfügbare Torhüter im Verein.

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