FUSSBALL: Diepoldsau klettert an die Spitze

Der FC Diepoldsau-Schmitter war im Derby gegen Rebstein klar die bessere Mannschaft und siegt verdient mit 3:1. Kurios: Drei Tore in diesem fairen Spiel fielen nach Elfmetern.

Gerhard Huber
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Diepoldsau war überlegen, wie hier Dario Blum im Luftkampf . (Bild: Ulrike Huber)

Diepoldsau war überlegen, wie hier Dario Blum im Luftkampf . (Bild: Ulrike Huber)

Fair wie der ganze Match, war auch dessen Analyse von Rebsteins Trainer Andi Giger: «Wir haben nicht gut gespielt, die Diepoldsauer waren das bessere Team. Aber es kommen wieder andere Spiele, in denen wir unsere Qualitäten zeigen können. Dass mehrere Spieler bei uns gefehlt haben, darf nicht als Ausrede gelten, wir haben schliesslich ein grosses Kader.»

Vorangegangen war ein Derby, in dem es um die Leaderposition in der 3.-Liga-Tabelle ging. Nach dem mit 3:1 gewonnenen Match dürfen die weiter ungeschlagenen Rheininsler die erstmalige Tabellenführung bejubeln.

Wie Zecken über eine im Gras streunende Katze

Die erste halbe Stunde gehörte den Hausherren. Es wurde gekämpft und gespielt, kombiniert und getrickst. Über jeden Rebsteiner, der in Ballbesitz war, fielen die Diepoldsauer her, wie Zecken über eine im hohen Gras streunende Katze. Mit entsprechendem Selbstvertrauen im Rücken. Denn die Hutter-Truppe startete gleich mit einem Tor ins Spiel. Rebsteins Torhüter Kristian Kühn wurde von Dursun Karatay ausgetrickst und fuhr dem Altmeister von hinten in die Beine, als dieser zum Torschuss ausholte. Den fälligen Penalty verwandelte Manuel Fisch sicher.

Ein prächtiger Spielzug der jungen Diepoldsauer führte nur wenig später zum 2:0. Willi Durot eroberte im Zweikampf an der rechten Aussenbahn den Ball, schnelles Abspiel zu Noah Thönig, der mit grosser Übersicht den idealen Querpass zu dem am langen Eck ohne Begleitung heranstürmenden Torschützen Dario Blum spielte. Nach einer halben Stunde kamen die Rebsteiner etwas auf und konnten die Partie zwar spielerisch ausgeglichen gestalten, kreierten aber nur selten Möglichkeiten.

Nach der Pause bot sich dasselbe Bild. Die Gäste spielten mit, die klaren Torchancen fanden aber nur die Gastgeber vor. Zum Beispiel ein Lattentreffer von Thönig nach technisch brillanter Direktabnahme eines Eckballs. Oder ein Schlenzer von Karatay, der nur um Zentimeter das Lattenkreuz verfehlte. Auch Gäste-Goalie Kühn trug seinen Teil dazu bei, dass der Sieg der Rheininsler nicht höher ausfiel. So etwa, als er dem mutterseelenallein auf das Tor zustürmenden Koca Krstovic den Ball vom Fuss nehmen konnte.

Allerdings war es auch Kühn, der Goalgetter Karatay kurz vor Schluss ein weiteres Mal im Strafraum zu Fall brachte. Diesmal war es Kristovic, der den Ball vom Elfmeterpunkt ohne Pardon zum 3:0 in die Maschen schlug. Ein Handspiel von Fisch führte in der Schlussminute zu einem weiteren Penalty. Diesmal vor dem Tor der Hausherren, wo Torwart Florin Wetter gegen den trockenen Schuss von Rico Köppel keine Chance hatte.

Vor dem Cupspiel gegen den Nachbarn in Hochform

Keine Frage, der FCD befindet sich derzeit in Hochform. Die Verteidigung hält, die jungen Wilden im Mittelfeld brillieren mit Talent und spielerischen Mitteln und der Sturm macht die nötigen Tore. Das Cupspiel gegen den eine Liga höher positionierten Rivalen FC Widnau am kommenden Mittwoch in Diepoldsau wird eine echte Standortbestimmung bringen.

3. Liga, Gruppe 2

Diepoldsau – Rebstein 3:1 (2:0)

Rheinauen – 190 Zuschauer – SR: Berisa.

Tore: 3. Fisch (Penalty) 1:0, 8. Blum 2:0; 84. Krstovic (Penalty) 3:0, 88. Köppel (Penalty) 3:1. Diepoldsau: Wetter; Durot, Fisch, Ubavic, Genctürk; Thönig, Kuster, Jevtic, Blum; Karatay, Dietsche. Eingewechselt: Besserer, Bucheli, Ibrahimi, Krstovic.

Rebstein: Kühn; Böhrer, Baumgartner, Haltiner, Niederl; Oertle, Krijan, Dierauer, Tsalekou; Köppel, Schranz. Eingewechselt: Kocabas, Tomasic, Lleshi, Nüesch.

Gelbe Karten: 36. Dierauer (Foul); 61. Krstovic (Unsportlichkeit), 74. Böhrer (Foul), 82. Krijan (Reklamieren), 84. Kühn (Foul), 87. Karatay (Unsportlichkeit), 90+1. Nüesch (Reklamieren).