FUSSBALL: Derbysieg für defensiv starkes Rüthi

Der FC Rebstein verliert das Heimderby gegen den FC Rüthi mit 0:2. In einem Spiel, das mehr von Kampf als von Klasse lebte, erzielten Schneider und Allgäuer für die sehr soliden Rüthner die beiden Treffer.

Hansueli Steiger
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Das Rüthner Abwehrbollwerk war für Rebstein, hier Philip Baumgartner, unüberwindbar. (Bild: Hansueli Steiger)

Das Rüthner Abwehrbollwerk war für Rebstein, hier Philip Baumgartner, unüberwindbar. (Bild: Hansueli Steiger)

Hansueli Steiger

«Bis zum 0:2 war es eine recht enge Kiste», sagte Rebstein-Trainer Daniele Polverino nach dem Spiel. Er sprach auch die 78. Minute an, als Rüthis Matej Tomas nach einer Notbremse an Philip Baumgartner des Feldes verwiesen wurde. Baumgartner wäre alleine vor Torhüter Sören Keller gestanden, so rettete Tomas mit der Notbremse sein Team. Aus dem folgenden Überzahlspiel konnten die Birkenauer keinen Profit schlagen. Im Gegenteil: Bernhard Allgäuer setzte mit dem zweiten Rüthner Tor in der 88. Minute den Schlusspunkt.

Dabei hatte für Grün-Weiss alles gut begonnen, die Rebsteiner legten los wie die Feuerwehr und setzten Rüthi, das ­bislang erst drei Gegentreffer kassiert hat, unter Druck. Ein Savanovic-Abschluss nach noch nicht einmal einer Minute wurde im letzten Moment geblockt. Sechs Minuten später brannte es wiederum im Strafraum der Gäste. Nach einem Lattenschuss von Goran Savanovic verpasste Piratheesh Kamalanathan das Führungstor um Haaresbreite.

Rüthi geht in Führung und verteidigt geschickt

Dazwischen hatte auch Rüthi ­seine Chance: Marc Schneiders Kopfball landete auf dem Tornetz. In der zwölften Minute gingen die Gäste in Führung. Die Rebsteiner Abwehr brachte den Ball nicht aus der Gefahrenzone und Schneider vollendete mit einem Schuss ins lange Eck zum 0:1. Nun waren die Einheimischen gefordert, die Bemühungen waren auch da, doch die ­Rüthner Defensive verstand es geschickt, die Räume eng zu machen. In dieser Phase häuften sich auch die Fouls, was dem Spielfluss nicht förderlich war. Rüthi hatte in der Schlussminute vor Pause noch eine grosse Chance zum 2:0, doch Rebstein-Goalie Jannes Zünd rettete gegen den alleine vor ihm aufgetauchten Sven Städler.

In der zweiten Halbzeit änderte sich wenig: Rebstein rannte an, die robuste Rüthner Abwehr blieb aber immer Sieger. In der 49. Minute kam Rico Köppel zu einer Chance, doch Sören Keller im Tor der Gäste musste nicht eingreifen. Vier Minuten später entschärfte Keller einen Freistoss. Wirklich zwingende Chancen blieben aber beidseitig aus. Weil auch die Rebsteiner Verteidigung gut stand, spielte sich das Geschehen vornehmlich im Mittelfeld ab. Kampf dominierte vor Klasse. Man hat wahrlich schon bessere Drittliga-Spiele gesehen.

Der Zwischenstand spielte den Gästen in die Karten, sie verteidigten geschickt und setzten Nadelstiche. So in der 67. Minute, als Städlers Kopfball darüber ging. Elf Minuten später folgte die rote Karte, doch die Überzahl war Rebstein nicht anzumerken. Im Gegenteil: Zünd parierte einen Sanseverino-Schuss mirakulös (84.). Vier Minuten später fiel das 2:0, aber: Bernhard Allgäuer lief auf der rechten Seite durch und liess sich nicht zweimal bitten. Der Endstand war besiegelt – ein Rebsteiner Wunder wie in Triesenberg gab es diesmal nicht.

3. Liga, Gruppe 2

FC Rebstein – FC Rüthi 0:2 (0:1)

Birkenau – 200 Zuschauer – Sr.: Gijdoda.

Tore: 12. Schneider 0:1, 88. Allgäuer 0:2.

Rebstein: Zünd; Dürr, Savanovic, Böhrer, Niederl; Kamalanathan, Köppel, Dierauer, Schranz; Krijan, Baumgartner. Eingewechselt: Haltiner, Kocabas, Tomasic.

Rüthi: Keller; Sonderegger, Sala, Tomas, Hamburger; Allgäuer, Lüchinger, Städler, Kamberi; Schneider, Sanseverino. Eingewechselt: Kobler, Büchel, Seljmani, Sönmez.

Gelbe Karten: 28. Lüchinger, 38. Sanseve­rino, 40. Köppel, 51. Schneider, 85. Baumgartner und Hamburger.

Rote Karte: 78. Tomas (Notbremse).