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FUSSBALL: Au-Berneck schiesst keine Tore mehr

In einem wenig ansehnlichen 2.-Liga-Derby verliert der FC Au-Berneck zum dritten Mal in Folge. Die Gastgeber lassen reihenweise beste Chancen aus und unterliegen dem FC Widnau 0:1 (0:1).
Paul Gehrig
Die Au-Bernecker, hier mit Rijad Abazi (vorne) und dem später vom Platz gestellten Ahmet Cetinkaya, kassierten im Heimspiel gegen Widnau die dritte Niederlage in Folge. (Bild: Ulrike Huber)

Die Au-Bernecker, hier mit Rijad Abazi (vorne) und dem später vom Platz gestellten Ahmet Cetinkaya, kassierten im Heimspiel gegen Widnau die dritte Niederlage in Folge. (Bild: Ulrike Huber)

Paul Gehrig

Auch im ersten Heimspiel der Rückrunde blieb der nach wie vor auf dem dritten Platz klassierte FC Au-Berneck ohne Punkte. Dagegen konnte der FC Widnau beim 1:0-Auswärtssieg den zweiten Sieg in Folge feiern.

Die beiden Teams schenkten sich das ganze Spiel hindurch nichts und darunter litt der Fussball: Schönes Kombinationsspiel war selten vorhanden, Chancen entstanden oft nur durch Fehlpässe im Aufbauspiel oder durch Standardsituationen.

Einen Schönheitspreis gewannen beide nicht

Wieder einmal liessen die Blau-Gelben die Kaltblütigkeit vor dem Tor vermissen. Seit dem Abgang von Topstürmer Akyildiz ist die Torproduktion der Auer merklich ins Stocken geraten. Auch die Widnauer lieferten kein fehlerfreies Spiel und waren durchaus verwundbar, trotzdem konnten sie die Degern mit drei Punkten verlassen.

Die Au-Bernecker starteten gegenüber dem letzten Match unverändert ins Derby, auf Seiten der Widnauer fehlten Dominik Nüesch und Daniel Lässer. Es dauerte zehn Minuten bis zur ­ersten gefährlichen Aktion: Au-Bernecks Goalie Kevin Jung, der im Herbst noch für Widnau das Tor gehütet hatte, parierte einen stark getretenen Freistoss von Murat Demirtas aus 30 Metern.

Fünf Minuten später konnten die Blau-Gelben zum ersten Mal für Torgefahr sorgen, doch Fatlum Aliu setzte den Ball nach einem vielversprechenden Konter klar über die Latte. Bei den Gästen von der Aegeten sorgte weiterhin nur Routinier Demirtas für Torgefahr, als er mit dem Ball über den halben Platz stürmte – aber sein Schuss ging knapp über die Latte.

Auf diese Aktion der Gäste antworteten die Au-Bernecker mit einer eigenen hochkarätigen Chance: Sie leiteten über Stif Gulan ein, dieser zog von links in Richtung gegnerisches Tor, bediente Andy Rodrigues flach im Strafraum; aber diesem versagten die Nerven und der Ball flog über die Latte. Eine solche Möglichkeit müsste man auch als Verteidiger nutzen. Kurz vor der Pause kamen die Gastgeber nochmals zu einer Möglichkeit, aber Widnaus Goalie Kevin Zehrer parierte Rijad Abazis Abschluss aus 15 Metern.

Widnauer Siegtor kurz vor dem Pausenpfiff

Doch die erste Halbzeit war damit noch nicht zu Ende. Die Auer leisteten sich 30 Meter vor dem Tor nochmals ein Foul: Demirtas trat wieder an und hämmerte diesmal den Ball zum Führungstor für die Gäste in die Maschen.

Gestärkt durch die Führung startete die Sonderegger-Elf mit grossem Selbstvertrauen in die zweite Halbzeit. Die Auer waren für knapp 15 Minuten offensiv abgemeldet und hatten in der Defensive alle Hände voll zu tun, denn die Widnauer kamen regelmässig vor ihr Tor. Doch durch mehrheitlich cleveres Verteidigen und zum Teil dank grossem Glück blieb die Druckphase ohne Folgen. Beispiel: Knapp ausserhalb des Strafraums rutschte Silvio Putzi seinem Gegenspieler von hinten in die Beine.

Auch auf der anderen Seite des Platzes wollte weiterhin kein Tor gelingen. Die Möglichkeiten dazu waren vorhanden, doch weder Gulan in der 61. noch Mergim Osmani in der 62. Minute konnten den Ball im Widnauer Tor versenken.

Eine Viertelstunde vor Schluss kam Abazi im Strafraum zum Abschluss, dessen Schuss landete jedoch neben dem linken Pfosten. Die Auer schienen weiterhin jede Chance liegen zu lassen – und langsam machte sich Frust beim Heimteam breit. Dieser entlud sich blitzartig in der 78. Minute: Ahmet Cetinkaya haute einen Widnauer um, als der Ball schon längst an einem anderen Ort war. Auf der Stelle bildete sich ein Spielerrudel auf dem Platz, der den Schiedsrichter überforderte. Nach längerem Besprechen schickte er Cetinkaya mit einer roten Karte vom Platz.

Au-Berneck vergibt auch die letzte Chance fahrlässig

Au-Berneck warf nun nach dem Motto «alles oder nichts» alles nach vorne. Und da bekam das ­ineffiziente Heimteam in der 83. Minute ein Geschenk, das man nur selten erhält: Osmani kam irgendwie an den Ball und stand plötzlich alleine vor dem Torhüter. Doch Osmani musste sich den Ball zurechtlegen, was Zehrer die nötige Zeit verschaffte, um den Abschluss zu blocken. Solche einmalige Gelegenheiten muss man einfach nutzen.

Aber weil das nicht geschah, blieb es beim 1:0-Sieg der Widnauer. Die restliche Spielzeit brachten die Gäste über die Runden, ohne nochmals in Gefahr zu geraten.

2. Liga, Gruppe 1

Au-Berneck – Widnau 0:1 (0:1)

Degern – 450 Zuschauer – SR: Taddeo.

Tor: 45+3. Demirtas 0:1.

Au-Berneck: Jung; Putzi (83. Gröber), Antunes, Rodrigues (57. Hajrullahu), Lamorte; Zeilinger (57. Osmani), Cetinkaya, F. Maliqi; Gulan, Abazi, Aliu.

Widnau: Zehrer; Hot, Aggeler, Lüchinger, Liechti; Demirtas; Sonderegger (81. Jäger), Thaqi (90+2. Rankovic); Hutter, Lamorte, Haltiner (64. Almeida).

Gelbe Karten: 2. Liechti, 11. Hutter; 65. Antunes, 69. Sonderegger, 73. Putzi, 79. Osmani.

Rote Karte: 79. Cetinkaya.

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