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FUSSBALL: Am Ende wurde es nochmals knapp

Mit einem 3:2-Auswärtssieg gegen den FC St.Margrethen festigte der FC Widnau in einem guten und attraktiven Zweitligamatch mit schönen Toren seine Tabellenführung.
Gerhard Huber
Noah Thönig (am Boden) bereitete Widnaus ersten Treffer grossartig vor. (Bild: Ulrike Huber)

Noah Thönig (am Boden) bereitete Widnaus ersten Treffer grossartig vor. (Bild: Ulrike Huber)

Gerhard Huber

Was ist nur mit St. Margrethen los? Noch vor zwei Wochen sah man beim Cupspiel in Widnau noch schnelle, bissige und aggressive Spieler, die immer einen Schritt schneller am Ball waren, als die behäbig wirkenden Aegeten-Kicker.

Dass die Heldsberger in einem hochdramatischen Spiel letztlich nach Verlängerung verloren und den Einzug in den Halbfinal der Vorrunde des Schweizer Cups verpassten, war grosses Pech. Gegen Ruggell folgte dann auswärts eine müde Darstellung, die mit einer 0:1-Niederlage bestraft wurde.

Angenehm dahinplätschernde Partie

Gelegenheit also, gegen Widnau Revanche zu nehmen und sich zu rehabilitieren. Was in der ersten Halbzeit jedenfalls nicht gelang. Die Absenz von Emotion und Engagement war bei den Hausherren zu spüren. Es fehlte jenes Feuer, das sonst den besonderen Derby-Reiz ausmacht. So sahen die Zuschauer in der ersten Hälfte zwar einen nett anzuschauenden Match, der unter der strahlenden Frühlingssonne angenehm dahinplätscherte.

Höhepunkte, Strafraumszenen und Torschüsse waren aber Mangelware. Die Hausherren nahmen nur zweimal das von Philipp Hammer gehütete Gehäuse der Widnauer ins Visier. Dabei führte der Freistosslattenknaller von Ljatifi kurz vor der Pause beinahe zum Ausgleich.

Schon nach zehn Minuten hatte der Widnauer Sturm ein «Gustostückerl» aufgeführt. Ein hoher Pass erreichte den auf halbrechts sprintenden Noah Thönig. Dieser leitete den Ball mirakulös im Sprung mit einem Volleyzuspiel direkt auf den im Strafraum lauernden Jasmin Abdoski. Trotz enger Deckung stoppte Abdoski das Spielgerät mit der Brust, zog mit einem Schritt an seinem Gegenspieler vorbei und vollendete per Halbvolley ins Kreuzeck. Schöner als dieses 0:1 geht es wohl kaum noch.

Engagierteres Heimteam

In den zweiten 45 Minuten war ein engagierteres Heimteam zu sehen, das sich als Meister der Effizienz erwies. Zwei Schüsse aufs Tor, zwei Treffer. So zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich Mitte der zweiten Halbzeit. Rijad Abazi versenkte einen Fernschuss mitten aus einer Spieleransammlung aus knapp dreissig Metern völlig ansatzlos aus dem Fussgelenk in die linke untere Ecke.

Kurz darauf ging das Team von Sven Sonderegger durch Daniel Lüchinger wieder in Führung. Dies jedoch nach schöner, aber abseitsverdächtiger Vorarbeit durch Diego Liechti und Jasmin Abdoski.

Aus Verlegenheitspass wird Torvorlage

Nur wenig später schlug Widnaus Innenverteidiger Stefan Lukic einen Verlegenheitspass weit nach vorne. Ungeplanterweise direkt in den Lauf des goldrichtig gestar­teten Jasmin Abdoski, der dem St. Margrether Goalie Fabio Staudacher trotz starker Leistung keine Chance liess. Spielstand 1:3.

Philipp Hammer auf der Gegenseite hatte nicht viel zu halten. In der dritten Minute der Nachspielzeit kamen die Hausherren zu ihrem zweiten Torschuss in dieser Spielhälfte – und erzielten durch Cetinkaya nach Vorarbeit von Rijad Abazi das Tor zum 2:3-Endstand.

2. Liga, Gruppe 1

St. Margrethen – Widnau 2:3 (0:1)

Rheinau – 250 Zuschauer – SR: E. Ibrahimi.

Tore: 10. Abdoski 0:1, 72. Abazi 1:1, 75. Lüchinger 1:2, 78. Abdoski 1:3, 90.+3. Cetinkaya 2:3.

St. Margrethen: Staudacher; Bajramoski, Shoshi, Karahasanovic, Hajrullahu (84.Kacarevic); D’ Amico, Eris, Idrizi, Ramadani (70. Cetinkaya); Abazi, Ljatifi.

Widnau: Hammer; Faleschini, Aggeler, Lukic, Giovetti; Lüchinger (84. Massari), Liechti, Lässer, Nüesch (90. Gröber); Noah Thönig (70. Samuel Thönig), Abdoski.

Gelbe Karten: 34. Hajrullahu, 55. Lässer, 60. Eris, 72. Cetinkaya (alle Foul).

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