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FUSSBALL: Altstätten und die falsche Premiere

In Altstätten hat man sich zum Rückrundenauftakt gegen den Zweitletzten den ersten Heimsieg erhofft. Nach 90 Minuten heisst es aber 3:1 für Rapperswil II. Verteidiger Simon Lichtenstern wird zum ersten Mal in dieser Saison verwarnt.
Beni Bruggmann
Rechtsfuss Simon Lichtenstern spielt als linker Aussenverteidiger, hier lässt er seinen Gegenspieler stehen. (Bild: Yves Solenthaler)

Rechtsfuss Simon Lichtenstern spielt als linker Aussenverteidiger, hier lässt er seinen Gegenspieler stehen. (Bild: Yves Solenthaler)

FUSSBALL. «Wir haben gut angefangen», sagt Altstättens linker Aussenverteidiger Simon Lichtenstern, «aber dann deutlich nachgelassen.» Ramon Gächters Ausgleich zum 1:1 zu Beginn der zweiten Hälfte nützt nichts, der Gegner ist an diesem Tag einfach besser. «Wir haben uns vorgenommen, alles für den Sieg, für den ersten Heimsieg, zu geben», blickt Lichtenstern zurück, «aber individuelle Fehler haben uns vom guten Weg abgebracht.»

Herausgekommen ist die vierte Heimniederlage. Die Heimsieg-Premiere steht dem FCA auch nach sechs Spielen auf seinem Sportplatz Gesa noch bevor.

Stern ist kein Star

Aber für «Stern», wie ihn seine Mitspieler rufen, gibt es doch eine Premiere, wenn auch eine unerfreuliche. Er wird in der 17. Minute für ein taktisches Foul verwarnt: «Ich habe meinen Gegenspieler zurückgehalten.» Die gelbe Karte, die erste in dieser Saison, akzeptiert er. Nur eine Verwarnung in zwölf Spielen, das ist für einen Abwehrspieler ein Kompliment. Die Rote Karte wurde ihm überhaupt noch nie gezeigt.

Das ist charakteristisch für ihn: Er kämpft mit korrektem, fairem Einsatz und erfüllt seine Aufgabe diszipliniert, unspektakulär, ganz auf die Mannschaft ausgerichtet. Der Rechtsfuss, der auf der linken Seite spielen muss, geht gerne in den Angriff, bei Freistössen und Eckbällen auch in den gegnerischen Strafraum, wo er hofft, seine Kopfballstärke auszuspielen. Einmal in dieser Saison, im Spiel gegen Vaduz, hat er ein Kopftor erzielt. «Stern» ist kein Star, aber ein solider Teamplayer.

Fussball zu dritt

Simon Lichtenstern, heute 26-jährig, Werkzeugmacher bei Noventa in Widnau, ist zusammen mit seinen beiden älteren Brüdern Pascal (29) und Daniel (27) in Au aufgewachsen. Dort haben die Buben immer Fussball gespielt, zuerst bei den Junioren und später dann drei Jahre lang gemeinsam in der ersten Mannschaft des FC Au-Berneck. Daniel spielte in der Regel im offensiven, Simon im defensiven Mittelfeld, und Pascal war Aussenverteidiger. Insgesamt spielt Simon acht Jahre in der ersten Mannschaft.

Vor anderthalb Jahren beginnen die «Sterne», ihre eigenen Bahnen zu ziehen. Simon schliesst sich dem FC Altstätten an, Pascal dem FC Rheineck. Für beide ist der jetzige Verein erst die zweite Station in ihrer Fussballkarriere. Daniel hingegen, der fussballerisch schon weit gereist ist und die Stationen St. Gallen Nachwuchs, Altstätten, Herisau und erneut Au-Berneck erlebt hat, macht auch ohne Fussball noch eine weite Reise. Nun ist er zurückgekehrt.

Auf einem Fussballplatz gibt es drei Bereiche: Das Spielfeld, die Ersatzspielerbank und die Zuschauerplätze. An diesem Samstagnachmittag sind die Lichtensterns auf der Altstätter Gesa in allen Bereichen vertreten. Simon kämpft auf dem Spielfeld erfolglos um den ersten Heimsieg, Daniel, der Weitgereiste, wartet auf der Spielerbank vergeblich auf einen Teileinsatz, und die Eltern Lilo und Markus «leiden» mit den Söhnen. Der älteste, Pascal, fehlt, aber er ist in diesem Moment der erfolgreichste. Ein paar Kilometer südlich von Altstätten erreicht er als Aussenverteidiger des FC Rheineck zur gleichen Zeit beim Tabellenführer Ruggell mit dem 1:1 einen Punkt.

«Wir steigen sicher nicht ab»

Wer kein einziges Heimspiel gewinnt, gehört zu den Abstiegskandidaten.

Der freundliche junge Mann vom FC Altstätten schluckt einmal leer, als er diesen Satz hört. Dann sagt Simon Lichtenstern ruhig, aber ganz überzeugt: «Wir haben in unserer Mannschaft einen guten Zusammenhalt. Und genau in einer Situation wie dieser ist der Teamgeist entscheidend. Wir steigen sicher nicht ab.»

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