FUSSBALL: Abstiegsalarm bei Widnau II

Widnau II rutscht nach einem 2:3 in einem mittelmässigen Spiel gegen Appenzell in die Abstiegszone und hat den Drittliga-Verbleib nicht mehr in den eigenen Händen.

Gerhard Huber
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Nicht immer liessen sich die Appenzeller von den Widnauer Kickern den Ball vom Fuss nehmen, wie es hier Valentin Aggeler mit einem sauberen Tackling schafft. (Bild: Ulrike Huber)

Nicht immer liessen sich die Appenzeller von den Widnauer Kickern den Ball vom Fuss nehmen, wie es hier Valentin Aggeler mit einem sauberen Tackling schafft. (Bild: Ulrike Huber)

Gerhard Huber

Da die in einer beneidenswerten Spätform befindlichen Wittenbacher in Teufen ein Unentschieden holten, finden sich die Widnauer Reserven plötzlich auf einem Abstiegsplatz wieder.

Es fehlte der unbedingte Wille, Biss und Einsatz

Man hätte in der ersten Hälfte kaum vermutet, dass zwei Mannschaften um den Ligaverbleib spielen. Nur Appenzell rannte und kämpfte, während die Gäste aus dem Rheintal seltsam unbeteiligt in diesen Match gingen. Es fehlte den Aegeten-Kicker an Biss, am letzten Einsatz, am unbedingten Willen, gewinnen zu wollen. Vor allem in den ersten zwanzig Minuten waren die Innerrhoder klar überlegen und erspielten sich eine 2:0-Führung. Zunächst war es Gian Luca Camenisch, der von Lars Manser ideal mit einem Steilpass in Szene gesetzt wurde, unwiderstehlich Richtung Widnau-Tor zog und aus vollem Lauf den Ball an Verteidiger Valentin Aggeler und Tormann Marco Lenz vorbeischlenzte. Dann war Rafael Koch mit einem Kopfball Nutzniesser einer unübersichtlichen Spiel­situation und der Tatsache, dass Goalie Lenz, allerdings bedrängt von eigenen und gegnerischen Spielern, am Ball vorbeilangte. Bis zur Pause tat sich nicht mehr viel. Widnaus «Zwoa» gab dann mehr Gas und kam endlich auch zu Tormöglichkeiten. Und nach knapp einer Stunde Spielzeit auch zu einem Tor. Fabrizio Giuliano war rechts durchgebrochen und legte von der verlängerten Torlinie ideal zurück auf den heranstürmenden Imer Kamberi, der mit einem satten Flachschuss von halblinks aus etwa 15 Metern zum Anschlusstreffer vollendete.

Hoffnung schnell wieder zerstört

Die aufkeimenden Hoffnungen wurden nur wenige Minuten danach zunichte gemacht, als Appenzells Christian Sutter mit einem Flachschuss aus grosser Entfernung Tormann Lenz überraschen konnte und die Zwei-Tore-Führung für die Gastgeber wieder herstellte. Den neuerlichen Anschlusstreffer zum 2:3-Endstand aus Sicht der Widnauer erzielte dann per Kopf noch Valentin Aggeler aus einem Gedränge heraus eine Viertelstunde vor Schluss. Trotz weiterer heftiger Angriffe der Truppe von Trainer Ralph Heeb konnte der Treffer zum möglichen Ausgleich nicht mehr erzielt werden. Das war es wohl mit dem Klassenerhalt. Appenzell und Rhein­eck sind für Widnau rechnerisch unerreichbar. Und Wittenbach wird sich zu Hause gegen die bereits abgestiegenen Staader sicher nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen. Zumal auch Widnau II zuerst einmal zu Hause gegen Teufen gewinnen muss.

3. Liga, Gruppe 2

Appenzell - Widnau II 3:2 (2:0)

Wühren – 120 Zuschauer – SR: Daniel Fürer.

Tore: 12. Camenisch 1:0, 17. Koch 2:0, 58. Kamberi 2:1, 60. Sutter 3:1, 77. Aggeler 3:2.

Appenzell: D?Olif; Hörler, Dörig, Moser, Keller; Signer, Sabani, Baumann, Camenisch, Manser; Koch. Eingewechselt: Sutter, Eberle, Siallagan, Fässler.

Widnau II: Lenz; Steinmann, Maric, Agge­- ler, Zillig; Kalmis, Giuliano, Heeb, Sadiku; Bektasi, Haltiner. Eingewechselt: Kamberi, Jahiji.

Gelbe Karten: 38. Maric (Reklamieren), 50. Moser, 53. Sadiku, 63. Sabani, 70. Jahiji, 75. Sutter.