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FUSSBALL: Abstieg, aber kein Unglück

Widnau II steigt nach einer einzigen Saison und 22 Spielen von der 3. in die 4. Liga ab. Der 4:2-Heimsieg im letzten Match gegen Teufen reicht nicht zum Ligaerhalt. Die Viertelstunde nach dem Schlusspfiff zeigt: «Wiederaufstieg ist das Ziel.»
Beni Bruggmann
Trotz des Abstiegs hat die Mannschaft den Teamgeist nicht aufgegeben. Das zeigte sich nach dem Schlusspfiff der letzten Partie in der Saison. (Bild: Beni Bruggmann)

Trotz des Abstiegs hat die Mannschaft den Teamgeist nicht aufgegeben. Das zeigte sich nach dem Schlusspfiff der letzten Partie in der Saison. (Bild: Beni Bruggmann)

Beni Bruggmann

Der Schiedsrichter pfeift am Sonntag um 17.50 Uhr das Hitzespiel zwischen Widnau II und Teufen ab. Trotz des 4:2-Sieges ist Widnaus Abstieg in die 4. Liga Tatsache. Die Spieler stellen sich auf dem Feld im Kreis auf. Ralph Heeb, der Trainer, findet lobende Worte. «Ihr habt nicht aufgegeben. Ihr habt gekämpft. Ich danke euch für euren Einsatz, nicht nur heute, sondern in der ganzen Rückrunde. Mit dieser Einstellung gehen wir in die nächste Saison.» Die Spieler applaudieren. Die gute Stimmung im Zwei ist auch dem FC-Präsidenten aufgefallen. «Die Mannschaft ist intakt. Schade, dass es nicht zum Ligaerhalt reichte. Aber mit den vielen jungen Spielern und der positiven Einstellung bin ich optimistisch», sagt Kuno Jocham.

Der Aufstieg ist das erklärte Ziel

Stürmer Labinot Sadiku ist mit sechs Toren der treffsicherste Spieler des Teams. Auch dies­- mal erzielt er in der ersten Halbzeit ein Tor. Es bringt die 1:0- Führung. Ballbehandlung und Schusstechnik sind perfekt. Er könnte in der 2. Liga spielen. Er sagt: «Wir haben die Spiele meistens schon in der ersten Halbzeit verloren, weil wir am Anfang zu wenig präsent waren. Aber wir haben immer an den Erfolg und an den Ligaerhalt geglaubt. Die Stimmung im Team ist auch jetzt ausgezeichnet. Mein Herz schlägt für den FC Widnau, ich bleibe hier. Und unser Ziel für die nächste Saison ist ganz klar: Aufstieg.» Captain Fabrizio Giuliano ist mit seinen 168 Zentimetern der Kleinste im Team. Er spielt im Mittelfeld, ist sehr lauffreudig und deshalb leicht anspielbar. In diesem Match legte er mit dem Tor zum 3:2 den Grundstein zum Sieg. Er hat fast alle Spiele be­stritten. In der Vorrunde war sein Vater Giuseppe Trainer, auf die Rückrunde kam Ralph Heeb. Zu diesem Wechsel sagt er: «Der Trainerwechsel war in Ordnung. Ralph brachte neue Ideen ins Training.» Fabrizios Vater hat sich aber nicht vom Team abgewendet, er hat jedes Spiel in der Rückrunde gesehen. Auch der Captain lobt den Teamgeist. «Die Mannschaft lebt. Wir steigen ab, weil wir generell zu viele Chancen nicht genutzt haben.»

Zu viele Fehler gemacht für den Klassenerhalt

Innenverteidiger Milan Maric ist mit seinen 37 Jahren der Senior im Team und so etwas wie die defensive Versicherung. Der Deutsche hat in seiner Heimat Nagold im Schwarzwald früher in der Landesliga gespielt. Jetzt ist er in Widnau daheim, mit einer Widnauerin verheiratet und hat im FC das gefunden, was er gesucht hat: Freunde. Seine Diagnose ist klar: «Wir machen zu viele Fehler. Deshalb hat es nicht zum Klassenerhalt gereicht. Wir haben aber bis zum Schluss daran geglaubt. Heute haben wir befreit und ohne grossen Druck, aber sehr mutig gespielt. Deshalb ist uns ein gutes Spiel geglückt.» Befragt, ob er in der nächsten Saison bei Widnau II spiele, sagt Maric: «Ich werde auf jeden Fall mit der Mannschaft trainieren. Trainieren, etwas leisten, das tut mir gut. Und wenn man mich dann braucht . . .» Ralph Heeb hat als Spieler beim SC Brühl in der 1. Liga, bei Widnau in der 2. Liga inter und bei Montlingen in der 2. Liga gespielt. Auf diese Rückrunde hin hat er, der das Diplom C-plus erworben hat, zusammen mit Leo Ciardullo als Assistent Widnau II übernommen. Schon beim Schlussgespräch im Kreis vor der Mannschaft hat er positiv, optimistisch gewirkt, und jetzt, eine Viertelstunde nach dem Spiel, kommt Dankbarkeit dazu. «Ich danke dem FC Widnau, weil er mir die Chance gibt, mit diesem Team zu arbeiten. Ich danke meinem Assistenten Leo, der mich gut unterstützt, und ich danke dem Team für seinen Einsatz und seine Lernbereitschaft. Dieser Sieg war ein würdiger Abschluss unserer Rückrunde.» 13 Punkte hat Widnau in der Rückrunde geholt, 11 in der Vorrunde. Es sind zwei zu wenig.

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