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FUSION: Au soll Einheitsgemeinde werden

Die Schulgemeinde Au-Heerbrugg und die Politische Gemeinde Au planen den Zusammenschluss. Eine Arbeitsgruppe wird Empfehlungen zur Ausgestaltung einer Einheitsgemeinde erarbeiten.
Andrea C. Plüss
Vier Jahre nach dem Zusammenschluss der Primarschulen Au und Heerbrugg strebt Schulpräsident Walter Portmann die Einheitsgemeinde Au an. (Symbolbild)

Vier Jahre nach dem Zusammenschluss der Primarschulen Au und Heerbrugg strebt Schulpräsident Walter Portmann die Einheitsgemeinde Au an. (Symbolbild)

Andrea C. Plüss

Der Primarschulrat Au-Heerbrugg hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, die Einführung einer Einheitsgemeinde zu prüfen. Zusammen mit der Politischen Gemeinde Au soll jetzt eine Machbarkeitsstudie erstellt werden. Als frühestmöglichen Termin für einen Zusammenschluss geben Schulratspräsident Walter Portmann und Gemeindepräsident Christian Sepin den 1. Januar 2019 an.

Keine Sparübung, aber Optimierungspotenzial

Beide Räte versprechen sich von der angestrebten Veränderung Synergien im Bereich Verwaltung, Liegenschaften, Verkehrssicherheit und Soziales. Als Sparübung wollen Portmann und Sepin das Projekt Einheitsgemeinde keinesfalls verstanden wissen. Doppelspurigkeiten würden mit der Einheitsgemeinde aufgehoben, zum Beispiel beim Mittagstisch, den sowohl die Schule, als auch der Schülerhort (im Auftrag der Politischen Gemeinde) ausrichten. Die Liegenschaftenverwaltung böte ebenfalls Optimierungspotenzial.

Fokussierung auf schulische Projekte

Nach Meinung von Walter Portmann bietet die Einheitsgemeinde dem Schulrat die Möglichkeit, sich wieder stärker auf schulische Projekte und pädagogische Belange konzentrieren zu können.

Auch sei es zunehmend schwierig geworden, geeignete Personen für das Amt des Schulrats zu gewinnen, da bislang mit dem Amt jeweils auch die Übernahme administrativer Verantwortlichkeiten wie Finanzen, Liegenschaften oder IT einhergehen, sagt Walter Portmann. Der Schulpräsident selbst arbeitet mit einem Pensum von 45 Prozent; die weiteren vier Primarschul­-räte mit deutlich weniger Stel­lenprozenten. Christian Sepin konnte während seiner Zeit als Schulratspräsident in Diepoldsau bereits Erfahrungen mit der Amtsführung in einer Einheitsgemeinde sammeln. Er sagt: «Die Schule hat in einer Einheitsgemeinde grosse Vorteile.» Dort sei eine Fokussierung auf die Kernaufgaben möglich. Gleichwohl war der Primarschulrat Au-Heerbrugg nicht von Anfang an vollumfänglich von der Einheitsgemeinde überzeugt. In den Jahren 2015/2016 hatte Walter Portmann das Thema erstmals angesprochen. Ein einstimmiges Ja habe es seinerzeit im Schulrat nicht gegeben, erinnert er sich.

Da Widnau als Einheits­gemeinde bereits 16 Jahre besteht, lud Portmann den dortigen Schulpräsidenten Hugo Fehr zu einem Referat ein, in dem dieser von seinen Erfahrungen berichtete. Widnau gilt Au als Vorbild, was die Basiskonstellation der Einheitsgemeinde angeht. Beide Räte wünschen sich in der Einheitsgemeinde neben dem Gemeinderat einen Schulrat, der von der Bevölkerung gewählt wird, anstelle einer Schulkommission, was theoretisch auch möglich wäre.

Schulrat mit Personal- und Führungskompetenzen

Eine erste Arbeitsgruppe hat sich bereits mit den Fragestellungen vertraut gemacht und dabei auch die Expertenmeinung von Jean-Claude Kleiner, einem ausgewiesenen Fusionsfachmann auf Gemeindeebene, gehört. Die Projektgruppe, der Schul- und Gemeinderäte, Schulleitung, Verwaltungsvertreter und der GPK-Präsident angehören werden, wird eine gemeinsame Empfehlung an den Schul- und Gemeinderat erarbeiten. Geplant ist der Antrag an die Bürgerschaft für März 2018. Bis Ende 2020 erhielte Walter Portmann, die Annahme durch die Bürgerschaft vorausgesetzt, einen zusätzlichen temporären achten Gemeinderatssitz. Bei den Wahlen im Jahr 2020 sollen wie bis anhin sieben Gemeinderäte gewählt werden.

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