Fusion als Krönung der Präsidialzeit

Gestern Abend fand die letzte Hauptversammlung des Spitex-Vereins Widnau statt. Unmittelbar nachdem die Mitglieder die Vereinsauflösung beschlossen hatten, vollzogen sie die Gründung des Gönnervereins Spitex Widnau. Als Präsident wurde Patrick Dürr einstimmig gewählt.

Monika von der Linden
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Der Vorstand des Gönnervereins Spitex Widnau: Hanna Bognar (von links), Marlen Hasler, Beda Eisenring, Präsident Patrick Dürr, Elisabeth Köppel und Hans Inauen. Er wird sich als eine unabhängige Organisation mit Alters- und Gesundheitsfragen in Widnau befassen. (Bild: Monika von der Linden)

Der Vorstand des Gönnervereins Spitex Widnau: Hanna Bognar (von links), Marlen Hasler, Beda Eisenring, Präsident Patrick Dürr, Elisabeth Köppel und Hans Inauen. Er wird sich als eine unabhängige Organisation mit Alters- und Gesundheitsfragen in Widnau befassen. (Bild: Monika von der Linden)

Widnau. Die siebte Hauptversammlung des Spitex-Vereins Widnau war gleichzeitig die letzte für Präsident Beda Eisenring und den seit zwölf Jahren bestehenden Verein. Die letzte offizielle Handlung des Präsidenten bestand darin, den Beschluss zur Vereinsauflösung entgegen zu nehmen. Zunächst galt es jedoch, aufs Vereinsjahr zurückzublicken.

Fusion ist geglückt

«Alles aus einer Hand» lautete das Jahresmotto für die Umsetzung des Beschlusses der HV 2009. Ziel war es, bestehende Angebote für betreuungs- und pflegebedürftige, rekonvaleszente oder behinderte Menschen unter einem Dach anzubieten. Die Eingliederung der Spitex-Widnau ins Zentrum Augiessen erfolgte per 1. Januar 2011 und sei geglückt, führte Eisenring aus. Alle Mitarbeiterinnen erhielten einen neuen Vertrag, 95 Prozent nahmen die Offerte an und sind nun Mitarbeiterinnen im Zentrum Augiessen. Ausserdem wurden von der Politischen Gemeinde neue Angebote geschaffen, wie Tagesbetreuung im Haus Augiessen, Wohnungen mit Dienstleistungsservice im Trattwies, die Drehscheibe als Anlauf- und Beratungsstelle sowie der Mittagstisch für Senioren.

Aufgrund dieser neu geschaffenen Strukturen habe der Spitex Verein seine strategische Bedeutung verloren. Der Vorstand hatte während der letzten beiden Jahre die rund 700 Mitglieder auf diesen Schritt vorbereitet. So gab es keine offenen Fragen zu klären und die Auflösung wurde einstimmig – bei einer notwendigen Zwei-Drittel-Mehrheit – beschlossen

Sofort nach der Auflösung schritten die Versammlungsteilnehmer zum Gründungsakt des Gönnervereins Spitex Widnau. Vorstandsmitglied Marlen Hasler erklärte, der Nachfolgeverein werde wichtige Aufgaben erfüllen, nämlich sich als unabhängige Organisation mit Alters- und Gesundheitsfragen in Widnau befassen und diese ideell wie finanziell unterstützen. Auf diese Weise werden Selbsthilfe und ehrenamtliche Altersarbeit gefördert. Auch hier gab es keinen Anlass zur Diskussion, so dass die Gründung des Gönnervereins einstimmig vollzogen wurde.

Neuer Vorstand gewählt

Für den neuen Vorstand kandidierten Patrick Dürr (Präsidium, neu), Hanna Bognar, Marlen Hasler und Elisabeth Köppel (alle bisher) und Hans Inauen als neues Mitglied. Im Vorfeld der Versammlung erklärte Beda Eisenring seinen Rückzug, so Marlen Hasler, da er jemand anderem Platz machen wolle. Da sich niemand aus dem Saal für eine Mitarbeit meldete, schlug Hasler den scheidenden Präsidenten als einfaches Mitglied vor. Die 106 Stimmberechtigten wählten den Vorstand als Ganzes ohne Gegenstimme. Patrick Dürr wählten sie zunächst mit einem kräftigen Applaus und dann formell einstimmig zum Präsidenten. Als Revisoren wurden Susanne Koch und Herbert Jocham (beide bisher) erneut gewählt.

Dank und Ehre

Eisenring war es ein Anliegen, seinen scheidenden und bleibenden Vorstandskollegen Dank auszusprechen und sie für die geleisteten Dienste zu ehren. Er verabschiedete Madeleine Kampfer, Christine Schawalder und Markus Gubler. Marlen Hasler dankte dem scheidenden Präsidenten für seine grossartige Arbeit. Er zeigte unermüdlichen Einsatz dafür, die Professionalisierung eines 20 Mitarbeiter umfassenden Betriebes stetig voranzutreiben. So wurde die Gründung der neuen Trägerschaft zur Krönung seiner Präsidialzeit, so Hasler.

Startspende von 5000 Franken

Als anerkennendes Zeichen für Abschied und Neubeginn überreichte Gemeindepräsidentin Christa Köppel dem Gönnerverein eine Startspende von 5000 Franken. Im Anschluss an die Gründerversammlung pflegten die Mitglieder auch die Geselligkeit. Neben dem traditionellen Schinkensandwich verzauberte Unterhaltungskünstler «Romano» die Stimmung und die Gäste.

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