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Fürs nächste Unwetter gerüstet

Die Bauarbeiten am Dorfbach in Rebstein sind abgeschlossen. Die neuen Sperren stehen, und das Bachbett dazwischen wurde erweitert. Damit haben nun hier bei einem Unwetter wesentlich mehr Holz und Kies Platz als vorher.
Max Tinner
Abschlussbegehung über der vergrösserten Bachsperre Winkel am Dorfbach, von links: Gemeindepräsident Andreas Eggenberger, Ingenieur Reto Walser, Bauunternehmer Felix Rupprecht, Bauamtschef Roman Gruber, Förster Josef Benz. (Bild: Max Tinner)

Abschlussbegehung über der vergrösserten Bachsperre Winkel am Dorfbach, von links: Gemeindepräsident Andreas Eggenberger, Ingenieur Reto Walser, Bauunternehmer Felix Rupprecht, Bauamtschef Roman Gruber, Förster Josef Benz. (Bild: Max Tinner)

Auch Rebstein hat seine Erfahrungen mit Unwettern gemacht. Etwa im Herbst 2002, als das Einlaufbauwerk im Winkel (wo der Dorfbach in den Durchlass fliesst, der das Wasser unterm Dorf durchleitet) während eines Unwetters verstopfte. Der Bach trat über die Ufer und suchte sich seinen Weg über den Dorfplatz. Das Hochwasser und auch die Unwetterereignisse in den Jahren darauf in Eichberg und Altstätten haben den Gemeinderat aufgerüttelt und auf künftige Unwetter hin vorsorgen lassen.

Diesen Sommer hat man darum zunächst den Kiesfang Hinterloch an der Bergstrasse (gleich neben dem Haus Waldegg) wiederhergestellt und danach im Winkel, nur wenige Hundert Meter ob der Dorfmitte, ein weiteres Rückhaltebecken gebaut. Für diesen neuen Kies- und Holzfang wurde eine bestehende Bachsperre verstärkt, verbreitert und erhöht. Ob der Sperre hat man zudem das Bachbett tiefer gelegt und verbreitert und den so entstehenden Rückhalteraum mit einer zweiten Sperre gesichert.

Oben an den Sperren werden noch Absperrgitter montiert

Die Betonierarbeiten mussten bereits Ende Oktober fertig sein, weil das Fischereirecht solche Arbeiten später im Jahr nicht mehr zulässt. Weil der beauftragte Bauunternehmer, Felix Rupprecht, auch während der Ferienzeit arbeitete, konnte die Frist eingehalten werden. Mittlerweile ist das ganze Bauwerk fertig. Einzig Absperrgitter oben an den neuen Sperren werden in diesen Tagen noch montiert: Sie sollen klar machen, dass es gefährlich ist, auf die Sperren hinaus zu spazieren – man könnte bis zu sieben Meter tief abstürzen.

Ebenfalls noch ausstehend ist die Wiederbegrünung der Uferflanken. Zwar wurden bereits zum Standort passende Gehölze gesetzt – vor allem Weiden, Erlen und Vogelbeere, zählt Förster Josef Benz auf. Mit der Grassaat wartet man aber noch bis nächsten Frühling zu. Jetzt noch anzusäen würde nichts bringen.

Die Höhe vor allem der unteren Sperre lässt auch auf die Dimension des gewonnenen Rückhalteraums schliessen: Rund 950 m3 Kies – und Holz, wie Ingenieur Reto Walser vom Büro Bänziger Partner betont – haben Platz. Nochmals 1000 m3 können weiter bachaufwärts im Kiesfang Hinterloch oben an der Bergstrasse zurückgehalten werden.

Was zurückgehalten wird, muss auch wieder ausgebaggert werden, damit die Kapazität erhalten bleibt. Dazu hat man im Winkel eine mit Lastwagen befahrbare Zufahrt ab der Oberfeldstrasse gebaut. Auch der Wanderweg dem Bach entlang musste hier minim verlegt werden.

Im Kostenrahmen, obwohl manches aufwendiger war

Die Bauarbeiten selbst waren etwas aufwendiger als man erwartet hatte, bilanziert Bauamtschef Roman Gruber. Am rechtsseitigen Ufer erwies sich das Gestein brüchiger als erwartet. Es musste stellenweise befestigt werden. Auch die alte Sperre, auf die man aufbaute, erwies sich als schadhafter als erwartet und musste zunächst ausgebessert werden. Es liegen zwar noch nicht alle Abrechnungen vor, man geht aber trotz dieses Mehraufwands davon aus, im Kostenrahmen abschliessen zu können. Der von der Bürgerversammlung 2017 gesprochene Kredit beläuft sich auf 590000 Franken für beide Baustellen des Hochwasserschutzprojekts. Rund zwei Drittel der Kosten übernehmen Bund und Kanton.

Gemeindepräsident Andreas Eggenberger ist froh, sind die Hochwasserschutzbauten am Dorfbach nun fertig. Ihm ist klar: Selbst wenn es im vergangenen Sommer kaum geregnet hat – was den Bauarbeiten durchaus entgegenkam – wird auch über Rebstein irgendwann ein nächstes Unwetter niedergehen.

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