Für seine zukünftige Geliebte

Mit «One Day» sicherte sich Micha Zuber den Sieg am Musikwettbewerb Rheintal Soundz. Das Preisgeld hat er nun in die Veröffentlichung einer ersten Single inklusive Musikvideo investiert.

Chris Eggenberger
Drucken
Teilen
Noch nie hat Micha seinen Song «One Day» einer einzelnen Person vorgespielt. Dieses Privileg sei seiner zukünftigen Liebe vorbehalten, für die er den Song geschrieben hat. (Bild: Chris Eggenberger)

Noch nie hat Micha seinen Song «One Day» einer einzelnen Person vorgespielt. Dieses Privileg sei seiner zukünftigen Liebe vorbehalten, für die er den Song geschrieben hat. (Bild: Chris Eggenberger)

Mit «For my future sweetheart» beschreibt Micha Zuber seinen Song «One Day», übersetzt «eines Tages», er widmet ihn also seiner zukünftigen Geliebten. Der 24-Jährige aus Lutzenberg erklärt, es sei sein erstes selbst geschriebenes Lied, darum habe es einen hohen Wert für ihn. Im emotionalen Stück träumt der passionierte Musiker von einer schönen Beziehung zu einer Frau, die er heute noch nicht kennt. Die Zeit des Wartens sei schwer, trotzdem möchte er seinen Zuhörern neben Sehnsucht auch Hoffnung vermitteln. Am liebsten spielt Micha seine eigenen Songs, denn mit diesen könne er sich identifizieren und wahre Emotionen zeigen.

Singen «aus Freude am Leben»

«Vor meinem Auftritt am Rheintal Soundz hatte ich keine Vorstellung, ob den Leuten meine Lieder gefallen.» Das «Soundz» war das erste Mal, dass er alleine vor grösserem Publikum auftrat, sagt Micha. Er habe nur mit Mühe überhaupt genug Songs für den Auftritt fertiggebracht. Den letzten habe er zwei Tage vor dem Konzert erst fertig geschrieben. Trotzdem konnte der Singer/Songwriter den ersten Rang, das zugehörige Preisgeld und Auftritte bei Kultur im Container und an der Staablueme mit nach Hause nehmen. Mit dem Preisgeld von 1000 Franken finanzierte sich Micha eine professionelle Aufnahme von «One Day» und ein Musikvideo, die nun auf YouTube und verschiedenen Streamingdiensten verfügbar sind.

Wenn er nicht gerade am Klavier sitzt oder seine Gitarre spielt, beschäftigt sich Micha Zuber auch gerne mit grafischem Zeichnen und Filmproduktion.

An der Pädagogischen Hochschule in St. Gallen lässt er sich zum Oberstufenlehrer ausbilden. In knapp einem Jahr wird er dann die Arbeit als Lehrer in Musik, Gestalten und den mathematischen Fächern aufnehmen. Er träumt davon, neben einem Teilpensum als Lehrer auch viel Zeit in seine Musikkarriere investieren zu können. Micha sagt selbst, er singe und musiziere aus Freude am Leben. «Meistens singe ich irgendeinen Song, den es noch nicht gibt. Manchmal wünschte ich, ich könnte mir die Texte merken.»

Das musikalische Talent kommt aber nicht von irgendwo. Sein Vater habe mit ihm und seinen fünf Schwestern schon sehr früh und viel musiziert. Seine grössten Fortschritte führt er heute auf seinen Gesangslehrer Christian Büchel, Klavierlehrer Markus Portenier und die Unterstützung seiner Eltern und Geschwister zurück.

Die nächsten Ziele für den 24-Jährigen sind das anstehende Konzert beim Kulturfestival im Container, das Mitte Januar in St. Margrethen steigt, und ein Auftritt am Kulturforum in Berneck im nächsten Frühjahr.

Dass die Lieder für seinen Auftritt bei Kultur im Container alles andere als fertig sind, beunruhigt Micha keineswegs. Er sagt, er brauche Zeitvorgaben, um sich dann ans Schreiben zu setzen. Inspiration findet Micha in seinem Alltag und in simplen Songs, die trotzdem wahre Emotionen zeigen, wie zum Beispiel jene von Coldplay. Den drei Songs, die er bis jetzt geschrieben hat, sollen noch viele folgen. Ideen habe er mehr als genug. Darunter ist auch ein Lied, das er als seinen Lieblingssong bezeichnet. Es handelt von Fehlern und wie man sich nicht von diesen definieren lassen soll. Diesen im Moment noch titellosen Song will Micha bald zum ersten Mal aufführen und später eventuell auch als Single aufnehmen.

Hinweis

Michas Musikvideo zu «One Day»: https://tinyurl.com/michaoneday