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Für ein fetzli- und flaschenfreies Dorf

Gestern und heute ist nationaler Clean-up-Day. Die von der Interessengemeinschaft saubere Umwelt propagierte Aktion richtet sich gegen das Littering. Wir begleiteten Schüler in Altstätten und St. Margrethen bei ihren Putzaktionen.
Max Tinner

Landauf, landab sind zum Clean-up-Day Schulkinder, manchenorts auch Erwachsene, unterwegs und sammeln achtlos weggeworfenen oder unter Umständen sogar mit Absicht «wild entsorgten» Unrat ein. Der Sinn liegt auf der Hand: Es soll ein Zeichen gegen das Littering gesetzt werden. Und den Kindern, die an der Aktion teilnehmen, soll beim Abfalleinsammeln bewusst werden, dass Abfall nicht in die Landschaft gehört, sondern in einen Kübel. Begreifen sie dies schon als Kind, so die Überlegung, werden sie später eher Sorge zu ihrer Umwelt tragen, die ja nicht zuletzt auch die ihre ist.

St. Margrethen nimmt mit einzelnen Schulklassen an der Aktion teil, seit es sie gibt. Heuer, zum sechsten Clean-up-Day, sogar erstmals mit der ganzen Schule, vom Erstklässler bis zum Oberstufenschüler. 157 Kinder waren gestern zusammen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern unterwegs, im ganzen Dorf, aber auch im Naturschutzgebiet Eselschwanz, am Alten Rhein und auf vielbegangenen Spazierwegen durch den Wald. Sogar aus dem Chäsiweiher fischte man Flaschen, Getränkedosen und den einen oder anderen Fussball.

In Altstätten waren noch mehr Kinder unterwegs: an die 320 Kindergärtler und Primarschüler der Schuleinheit Bild-Ins­titut-Klaus. Hier setzte man den Schwerpunkt auf die Altstadt (wo die Kleinsten aufräumten), auf Pärkli, Spielplätze, Aussensportanlagen sowie Bachborde und Windschutzstreifen in Stadtnähe. In Letzteren fanden die Kinder auch Dinge, die kaum «aus Versehen» dort gelandet sein konnten: Velofelgen, Altpneus, ja sogar ein lädiertes Bügelbrett.

Sowohl in Altstätten als auch in St. Margrethen wurde der von den Kindern gesammelte Abfall von den Gemeindebaudiensten übernommen, die ihn nach Reststoffen trennten und entsorgten.

Sauberkeit ist die Visitenkarte einer Gemeinde

Ausserdem bekamen die Kinder in St. Margrethen als Zeichen der Wertschätzung für ihre Arbeit von der Gemeinde zum Zmittag eine Wurst spendiert; in Altstätten gibt’s nächsten Dienstag einen Znüni. Den Gemeinden liegt viel daran, das Siedlungsgebiet und auch die Landschaft darum herum sauber zu halten: «Ein sauberes Dorf ist die Visitenkarte der Gemeinde», betont Noldi Keller, Vorarbeiter des Bauamts St. Margrethen. Darum leere man die Abfallkübel mehrmals wöchentlich; an neuralgischen Punkten schaue man auch übers Wochenende zum Rechten.

In Altstätten hält man es ebenso. In der Kernzone leere man die Abfallkübel täglich, in den weniger zentral gelegenen Quartieren ein- bis mehrere Male die Woche, sagt Daniel Keel, der Leiter des Unterhaltsdienstes. Auch sonntags werde auf ein sauberes Städtli geachtet. Dann sind nicht zuletzt Asylbewerber im Auftrag der Stadt unterwegs und räumen weg, was andere die Nacht zuvor während des Ausgangs hinterlassen haben.

Hinweis

Weitere Bilder von den Putzaktionen in Altstätten und St. Margre-then auf www.rheintaler.ch unter Bilderstrecken.

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