Fulminanter Schluss mit Küng

WALZENHAUSEN. Das Appenzeller Singwochenende wurde von 40 Sängerinnen und Sängern besucht. Den Schlusspunkt setzte ein Konzert zusammen mit Flötist Hanspeter Küng.

Isabelle Kürsteiner
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Das Appenzeller Singwochenende fand zum neunten Mal statt. (Bilder: Isabelle Kürsteiner)

Das Appenzeller Singwochenende fand zum neunten Mal statt. (Bilder: Isabelle Kürsteiner)

Aus der ganzen Deutschschweiz kamen Sängerinnen und Sänger ans Appenzeller Singwochenende, um gemeinsam während zweier Tage im «Sonneblick» in Walzenhausen unter der Leitung von Michael Weber neun Lieder einzustudieren, die sie am Sonntagnachmittag in der evangelischen Kirche in Walzenhausen vortrugen. Zu Gast war der Flöten-Virtuose Hanspeter Küng aus Altstätten. Jürg Wickart, einer der Sänger, brachte es auf den Punkt: «Hanspeter Küng ist ein phantastischer Flötist. Aber auch unserem Chorleiter gebührt ein grosses Dankeschön. Michael Weber ist ein grosser Motivator.»

Weltlich und geistlich

Michael Weber, Sprach- und Musiklehrer in Walzenhausen, liebt den Chorgesang, besonders A-cappella-Lieder des 15. bis 20. Jahrhunderts. Um dieses Liedgut zu pflegen, erfand er auf Initiative des Walzenhausers Ernst Suhner vor acht Jahren das Appenzeller Singwochenende. Dort werden an zwei Tagen weltliche und geistliche Chormusik eingeübt und mit einem Konzert beendet. Den Auftakt dazu machte Hanspeter Küng mit dem «Allegro» aus dem Concerto in F von C. Graupner. Danach zog der Chor zum Lied «Komm herab, o Heil'ger Geist» von T. Donnet ein. Auch «Aller Augen warten auf dich» von H. Schütz unterstützte den satten Chorklang. Ganz anders dann «Yakanaka Vhangeri», ein Zululied. Die Freude an der rhythmischen afrikanischen Weise war den Sängern anzusehen. Mit den beiden bekannten Liedern «Nun will der Lenz uns grüssen» und «Nun ruhen alle Wälder» schloss der Chor den ersten Teil ab, um die Bühne wieder Hanspeter Küng und seinem virtuosen Blockflötenspiel zu überlassen. Küng verzauberte die Besucher mit den Stücken von J.-M. Hotteterre, die das Leben in Paris beschreiben. Es folgte «Onse Vader in Hemelryck» und «Der Fluyten Lust-hof», beide von J. v. Eyck. Zum Schluss interpretierte der Altstätter Zigeunermusik.

Ad-hoc-Chor startet Donnerstag

Der Chor gefiel noch einmal mit «Der Kuckuck und der Esel» sowie «Abendfrieden». Dann forderte Michael Weber die Zuhörer auf, in das Schlusslied «Ode an Gott» einzustimmen. Jürg Wickart dankte namens der Teilnehmenden Michael Weber für die Leitung des Singwochenendes. Bereits zum neunten Mal war auch Ernst Suhner unter den Sängern. Er stellte fest, dass aus dem kleinen Singerlebnis ein überregionales Ereignis geworden ist. Wer Michael Weber als Chorleiter erleben will, hat ab Donnerstag, 19.30 Uhr, in der evangelischen Kirche Walzenhausen Gelegenheit. Dann beginnt der Ad-hoc-Chor seine Proben. Der Chor wird am 25. Dezember den Weihnachtsgottesdienst bereichern.

Hanspeter Küng aus Altstätten.

Hanspeter Küng aus Altstätten.