«Für Widnau sehr wichtig»

Die Sternenbrücke ist eine wichtige Verbindung für die Siedlungsgebiete rechts und links des Binnenkanals: sie ist ebenso wie die Rietstrasse und Heldstrasse als Gemeindestrasse 2. Klasse klassiert.

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Die Sternenbrücke ist eine wichtige Verbindung für die Siedlungsgebiete rechts und links des Binnenkanals: sie ist ebenso wie die Rietstrasse und Heldstrasse als Gemeindestrasse 2. Klasse klassiert. Strassen dieser Kategorie sind siedlungsorientiert, das heisst: sie nehmen den Verkehr aus den angrenzenden Stich-

erschliessungen auf.

Die Gemeinde Widnau ist gemäss Grenzregulierungsvertrag aus dem Jahr 1959 zuständig für die technische Erschliessung und die Versorgung des Heldquartiers, das politisch zu Diepoldsau gehört. Gemeinsam haben die beiden Gemeinden in den letzten beiden Jahren die Heldstrasse samt Werkleitungen saniert und dort koordiniert Verkehrsberuhigungsmassnahmen gebaut. Damit wird der siedlungsorientierte Charakter der Heldstrasse klar dokumentiert. Ebenfalls werden von der Gemeinde Widnau seit Jahren an der Heldstrasse und anderen Quartierstrassen Verkehrs- und Tempomessungen durchgeführt. Die verkehrsmässige Belastung der Heldstrasse liegt weit unter dem Durchschnitt anderer Quartierstrassen in Widnau wie z. B. die Neugasse oder die Fuchsgasse.

Für Widnau «ist die baldige Wiederöffnung der seit dem Januar 2012 gesperrten Sternenbrücke für den motorisierten Verkehr sehr wichtig», schreibt der Gemeinderat. Es könne nicht sein, dass wegen Individualinteressen einzelner Personen ein Element aus einem stimmigen Verkehrsnetz einfach gekappt wird und andere Quartiere bzw. Anwohnende dafür stärker mit Verkehr belastet werden.

Beim Neubau von Brücken oder Strassen sind gesetzliche Rahmenbedingungen wie Zweck, Verkehrssicherheit, Normen, Schutz von Fussgängern und Radfahrern zu berücksichtigen. Im Fall der Sternenbrücke muss die Durchfahrt mit Fahrzeugen von Feuerwehr, Landwirtschaft, Kehrichtentsorgung, Winterdienst, mit Zügelwagen, LKWs, PWs, öV-Bussen, Öltanklastwagen selbstverständlich möglich sein. Sollte später auch für Widnau Süd und damit auch für das Gebiet Held eine Anbindung an den öV erfolgen, werde eine intelligente Linienführung des öV zwingend über die Sternenbrücke führen, schreibt der Gemeinderat. Für ihn ist klar: Die neue Brücke muss mit Bussen der RTB uneingeschränkt befahren werden können.

Die Wahrung des öffentlichen Interesses und der Investitionsschutz für den Brückenneubau «gebieten es, die statische Ausführung der neuen Brücke so sicherzustellen, dass heute und in Zukunft das Befahren mit 3-achsigen Fahrzeugen möglich ist». Solche Fahrzeuge haben in der Regel ein Gewicht von über 18 Tonnen. «Da die Traglast einer Brücke ein konstruktives Element ist, wird die Tragstärke von aussen gar nicht wahrgenommen», schreibt der Gemeinderat. Durch die reduzierte Brückenbreite werde die Überfahrt über die Brücke in jedem Fall in langsamem Tempo erfolgen. Die Sternenbrücke ist Teil einer wichtigen regionalen Fuss- und Radwegverbindung vom Bahnhof Heerbrugg über die Sportanlagen Widnau nach Diepoldsau und umgekehrt. Unter diesem Gesichtspunkt würde sich der Gemeinderat Widnau ein Trottoir wünschen. Die Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer «sollte eigentlich ein konsensfähiges Ziel sein». Der Gemeinderat Widnau unterstützt den Gemeinderat Diepoldsau in seinen Bemühungen, einen sachgerechten und nachhaltigen Brückenneubau zu realisieren, unter Berücksichtigung des öffentlichen Interesses. (gk)

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