Für Krankenstation gelaufen und gegessen

Gegen 200 Personen haben am Samstag den 16. Rüthner Benefizlauf besucht und damit den Bau einer Krankenstation in Tansania unterstützt. In den vergangenen 15 Jahren sind so gegen 80 000 Franken für gemeinnützige Projekte zusammengekommen.

Kurt Latzer
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Viele Rüthnerinnen und Rüthner unterstützen den Benefizlauf schon seit 15 Jahren. Einige Leute haben nicht einen der Anlässe ausgelassen und zumindest die Festwirtschaft besucht. (Bild: Kurt Latzer)

Viele Rüthnerinnen und Rüthner unterstützen den Benefizlauf schon seit 15 Jahren. Einige Leute haben nicht einen der Anlässe ausgelassen und zumindest die Festwirtschaft besucht. (Bild: Kurt Latzer)

Kaum war das Büro für die Anmeldung zum Lauf um 8.30 Uhr geöffnet, liessen sich bereits vier junge Erwachsene über die zwei verschiedenen Strecken informieren. «Im Büchel das Bergli hinauf und dem Kanal entlang Richtung ARA», hiess es. Im Gegensatz zur Anmeldung waren in der Festwirtschaft im Werkhofsaal noch keine Gäste zu sehen. Die Organisatorinnen und ihre Helferinnen hatten alle Hände voll zu tun, alles für den grossen Ansturm um die Mittagszeit herzurichten. Rüthnerinnen und Rüthner setzen sich gerne für die Projekte ein, die die Organisatorinnen des Benefizlaufes unterstützen. Von dem, was in den vergangenen 15 Jahren mit dem Erlös des Anlasses erreicht wurde, konnten sich die Teilnehmenden am Samstag im Treppenhaus des Werkhofes ein Bild machen.

Ähnlich einer Ahnengalerie waren Flyer mit allen Projekten zu sehen, die in den letzten 15 Jahre finanziell unterstützt wurden. «Etwa ein Drittel des Erlöses stammt vom Benefizlauf, ein Drittel aus der Festwirtschaft und ein Drittel von Sponsoren in und um Rüthi», sagte Gabi Ammann, Mitinitiantin des Benefizlaufes. Ins Leben gerufen wurde der Anlass von Irene Sigrist, Renate Winterhalter und Gabi Ammann. Sie hatten sich vorgenommen, den Benefizlauf vorerst fünf Jahre lang zu organisieren. «Auch als Irene Sigrist 2004 starb, haben wir uns fürs Weitermachen entschieden», sagte Gabi Ammann. Andrea Sigrist hat die Arbeit der verstorbenen Schwiegermutter im OK übernommen. Auch die Männer der drei Frauen haben beim Benefizlauf ihre Aufgaben. So hat der Rüthner Gemeindepräsident, Thomas Ammann, Ehemann von Gabi Ammann, in der Festwirtschaft serviert. Insgesamt kamen im Laufe der Jahre gegen 80 000 Franken zusammen. Der Erlös des 16. Benefizlaufes dient dem Ausbau einer Krankenstation in Tansania. Bettina Isler wuchs am Grabserberg auf. Nach einem Ferienaufenthalt und einem späteren Freiwilligen-Einsatz lernte sie die Familie Rwizile kennen. Diese Familie startete damals mit dem Aufbau einer Schule in ihrem Heimatdorf Bumilo. Als die Schweizerin von ihrem Traum erzählte, in Afrika zu leben und zu arbeiten, bekam sie zu hören: «Geh nach Bumilo und schau, ob es dort was zu tun gibt.» Zurück in der Schweiz fasste sie den Entschluss, etwas zu tun. Im März 2014 reiste sie wieder nach Tansania. Im März 2015 ist der Verein Maisha Mema Foundation Tansania gegründet worden, mit dem Ziel, in Bumilo die Krankenstation zu finanzieren. Der Bau der Station rückt nun dank des Benefizlaufes ein Stück näher.

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