Für den FC Rüthi ist die Schonfrist abgelaufen

Nach fünf Runden hat Absteiger Rüthi nur fünf Punkte auf dem Konto, liegt einen Platz vor den Abstiegsrängen. Neo-Trainer Andreas Lüchinger ortet ein doppeltes mentales Problem. Auch deshalb will er, dass seine Mannen in den nächsten drei Spielen sieben Punkte holen.

Reto Wälter
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Es ist dunkel, aber noch nicht Nacht in Rüthi. Wird jetzt nicht gepunktet, dürfte bald manch ein Spieler die Hände verwerfen. (Bild: Archiv W&O)

Es ist dunkel, aber noch nicht Nacht in Rüthi. Wird jetzt nicht gepunktet, dürfte bald manch ein Spieler die Hände verwerfen. (Bild: Archiv W&O)

FUSSBALL. «Einerseits ist die Mannschaft zu Beginn eines Spiels oft nicht richtig bereit, nimmt die 3. Liga zu locker, gerät sie dann andererseits in Rückstand, verkrampfen sich die Spieler, agieren überhastet und lassen schnell die Köpfe hängen. Es ist dann jeweils, als ob sie in den 2.-Liga-Modus von letzter Saison schalten, wo sie die Spiele jeweils trotz aller Anstrengung nicht mehr drehen konnten», sagt der neue Trainer Andreas Lüchinger und ist überzeugt: «Zu 90 Prozent entscheidet sich in den Köpfen der Spieler, ob ein Match einen positiven oder negativen Ausgang nimmt.» Auch deshalb, weil er findet, dass die 3. Liga trügerisch sei, da die Mannschaften neben eins, zwei Ausnahmen nahe beieinander liegen würden.

Neue mussten integriert werden

Klar ist, dass sich Rüthi, durch die vielen Wechsel bedingt, erst einmal finden musste und etwas Anlaufzeit brauchte. Das galt auch für Spielmacher Dominik Tiziani, der nach Auslandaufenthalt und 4.-Liga-Einsätzen zuerst wieder in den Rhythmus kommen musste. Mit dem 5:2-Sieg gegen Mitte-Team Staad schien der Turnaround aber geschafft – zumal man da auch einmal vorlegen konnte. Was folgte, war eine 0:3-Schlappe gegen ein bescheidenes Schaan II. «Jeder Match war knapp und wäre uns in Schaan das erste Tor gelungen, hätten auch durchaus wir 3:0 siegen können», sagt Lüchinger. Deshalb sei es nun wichtig, einen Lauf zu starten, einmal Fahrt aufzunehmen.

Sieben Punkte aus drei Spielen

Dafür bieten sich die nächsten drei Spiele an: Mit St. Otmar (6 Punkte) am Sonntag, dem zweitletzten Stella Azzurra (1 Punkt) und Besa (1 Punkt, Torverhältnis 2:28) folgen drei Gegner, die wohl auch Ende Saison in der zweiten Tabellenhälfte zu finden sind. Trainer Andreas Lüchinger fordert denn auch sieben Punkte aus diesen drei Partien. Es würde Rüthi zu seinem vor der Saison gesetzten Minimalziel bringen, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Dies wäre auch für die Moral der Mannschaft wichtig, die jahrelang unter Druck stand und sich gegen den Abstieg wehren musste, denn zurzeit ist die Stimmung laut Lüchinger sehr gut und Trainingsfleiss und Einsatz stimmen.