Führen will gelernt sein

Altstätten ist diese Woche Ausbildungsort für rund 40 angehende Feuerwehr-Unteroffiziere aus der halben Ostschweiz. Sie lernen dabei, wie sie die ihnen zugeteilten Leute am besten ausbilden und im Ernstfalleinsatz führen.

Max Tinner
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Ausbildung der Ausbildner in der künstlich verrauchten Forstwerkhof-Werkstatt. (Bild: Max Tinner)

Ausbildung der Ausbildner in der künstlich verrauchten Forstwerkhof-Werkstatt. (Bild: Max Tinner)

ALTSTÄTTEN. Die Feuerwehren brauchen laufend Nachwuchs. Nicht nur in der Mannschaft, sondern auch im Kader. Weil auch Führen gelernt sein will, finden regelmässig Kaderkurse statt. Diese Woche findet ein Kurs für angehende Feuerwehr-Unteroffiziere in Altstätten statt. Rund 40 Feuerwehrleute aus dem ganzen Kanton St. Gallen, aber auch aus dem Thurgau und aus beiden Appenzell werden von erfahrenen Kursleitern ausgebildet. Rund ein Viertel der Kursteilnehmer gehört einer Feuerwehr im Rheintal oder im Appenzeller Vorderland an. Auch der eine oder andere Angehörige einer Betriebsfeuerwehr findet sich unter den Kursteilnehmern.

Unterschiedlichste Situationen

Die ersten Tage wird an unterschiedlichsten Geräten gearbeitet. Gestern wurden beispielsweise auf der Allmend Schläuche verlegt und Motorspritzen in Betrieb genommen, am Tobel beim Restaurant Fontanella übte man die Sicherung, bevor man in einen Hang wie den dortigen steigt, beim Werkhof der Forstgemeinschaft befreite man die künstlich zugenebelte Werkstatt mit verschiedenen Überdrucklüftern vom Rauch. Dabei ging es an diesen und weiteren Übungsplätzen weniger darum, das Handling der Geräte zu üben oder zu lernen, wie man ein Feuer löscht. «So etwas sollte jemand, der an einem Feuerwehr-Unteroffizierskurs teilnimmt, längst können», sagt Kursleiterin Andrea Schöb aus Thal. Aber zu wissen, wie etwas geht, und anderen beizubringen, wie etwas geht, sind zweierlei Schuhe.

Lernen, Wissen weiterzugeben

In diesem fünftägigen Kurs lernen die angehenden Unteroffiziere denn auch in erster Linie, wie sie ihr Wissen weniger erfahrenen Kameraden weitergeben. Dabei ist nicht nur Faktenwissen gefragt, sondern auch ein strukturiertes Vorgehen, ein sowohl selbstbewusstes als auch motivierendes Auftreten und anderes mehr. Die Teilnehmer werden aber nicht nur im Ausbilden ausgebildet, sondern werden ab Donnerstag auch im Führen in einer Einsatzsituation geschult, sei dies nun ein Brandfall, ein Hochwasser, ein Chemieunfall oder eine Personenrettung. Je nach Übung kann es dann in der Umgebung von Altstätten, Hinterforst und Lüchingen auch zeitweise zu kurzen Verkehrsbehinderungen kommen.

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