Frühe Tore für den Endspurt

Die Gators besiegen Pfannenstiel Egg 8:3 (4:1, 2:2, 2:0). Die Rheintaler überrumpeln die Gäste zu Beginn, zwei Runden vor Schluss haben sie die Playoff-Quali wieder in den eigenen Stöcken.

Yves Solenthaler
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Gators-Captain Simon Köppel (links) beteiligte sich mit zwei Assistpunkten an den drei frühen Toren der Rheintaler, die gegen Pfannenstiel Egg die halbe Miete zum 8:3-Sieg waren. (Bild: Yves Solenthaler)

Gators-Captain Simon Köppel (links) beteiligte sich mit zwei Assistpunkten an den drei frühen Toren der Rheintaler, die gegen Pfannenstiel Egg die halbe Miete zum 8:3-Sieg waren. (Bild: Yves Solenthaler)

UNIHOCKEY. 3:0 führten die Gators nach 5:30 Minuten durch Untersander, Kühnis und Papaj, der im Powerplay einen Schuss von Köppel ins Tor ablenkte. Bis zur Entscheidung nach rund 50 Minuten pendelte sich der Vorsprung bei diesen drei Toren ein. Die Gators legten in allen Dritteln fulminant los, ihr Überzahlspiel war effizient – gegen Ende der ersten zwei Abschnitte liess hie und da aber die Konzentration etwas nach, allerdings nicht bei Goalie Marugg. Die Rheintaler vergaben selbst auch einige Gelegenheiten, um das Skore zu erhöhen. Aber die Rhein-Krokodile schnappten zweimal just dann zu, als das Spiel eine Wende hätte nehmen können.

Untersander im Fokus

In beiden Szenen stand eine Zweiminutenstrafe gegen Joel Untersander im Vordergrund. Egg hatte kurz zuvor auf 2:5 verkürzt. Das folgende Boxplay nach rund 35 Minuten hatten die Gators überstanden, aber kaum war der Rheintaler wieder auf dem Feld, passierte einem Kollegen ein Fehler, den die Zürcher zum 3:5 ausnutzten. Es drohte eng zu werden, bis Kühnis keine Minute später die 3-Tore-Differenz wiederherstellte.

Nach 44:50 Minuten – immer noch beim Stand von 6:3 – musste Untersander wieder die Kühlbox aufsuchen. Auch diesmal konnten die Gators im Unterzahlspiel Schaden abwenden – und auch diesmal geschah vier Sekunden nach Untersanders Wiedereintritt etwas Wegweisendes. Diesmal aber zum Vorteil der Gators: Direkt von der Strafbank kommend, wurde Untersander von Arbnor Papaj bedient und vollendete zum 7:3. Dies war der dritte Treffer von Untersander und die Entscheidung in diesem Match. Sein viertes Tor zum 8:3-Endstand liess der Bruder des Bieler Eishockey-Profis kurz darauf folgen.

Gnadenloses Powerplay

Der Sieg der Gators war verdient und fiel letztlich souverän aus. Sie gaben den Rhythmus vor und gefielen im Angriff mit schnellen Kombinationen – besonders in den ersten zwei Powerplays, die mit Rheintaler Toren ohne gegnerische Ballberührung endeten. Sechs Tore gehen aufs Konto der zweiten Sturmreihe mit Untersander, Papaj und Tanner. Und je länger die Partie dauerte, desto häufiger zeigte sich auch die Krokodil-Jugend in der Offensive. So setzte der 19-jährige Benedikt Krause den (klanglichen) Schlusspunkt der Partie: 20 Sekunden vor Ende der Partie hämmerte er den Lochball an den Pfosten.