Frisbees und schnelle Hunde

Hundefrisbee (Discdogging) stammt aus den USA und hat auch hierzulande Fuss gefasst. Zwei Rheintalerinnen nahmen am Samstag in Balgach am ersten Indoor-Discdog-Turnier 2014 teil.

Uschi Dietsche
Merken
Drucken
Teilen
Lucie Dokulil aus Heerbrugg und ihre Hündin Ani waren die jüngsten Teilnehmerinnen am Turnier in Balgach. (Bild: Uschi Dietsche)

Lucie Dokulil aus Heerbrugg und ihre Hündin Ani waren die jüngsten Teilnehmerinnen am Turnier in Balgach. (Bild: Uschi Dietsche)

HUNDESPORT. Während des Winters wurde in der Reithalle des Bronco Saloons der Familie Gerber in Balgach bereits fleissig geübt. Die beiden Trainer, Alen Soldic und Eva Zwicker, die gemeinsam eine Hundeschule in Wittenbach führen, bieten seit Jahren regelmässig Discdogging-Kurse an, die auch von Rheintaler «Hündelern» genutzt werden. Am ersten Turnier des Jahres nahmen zwei Rheintalerinnen teil. Claudia Rüegg aus St. Margrethen mit ihrer Appenzeller Mischlingshündin Enya und Lucie Dokulil, Heerbrugg, mit ihrer Border-Collie-Hündin Ani.

Lucie nahm vor einem Jahr an einem Schnupperkurs teil; damals war Ani ein halbes Jahr alt. Die junge Heerbruggerin wurde schnell vom Discdog-Fieber infiziert. Mit 16 Jahren ging sie am Samstag erstmals an einem Turnier an den Start; als Jüngste im Teilnehmerfeld. Bei der «Mini-Distance» ging es darum, das Frisbee möglichst weit zu werfen und vom Hund fangen zu lassen. Das Frisbee kann innerhalb einer Minute so oft geworfen werden wie möglich. Dabei werden pro Wurf maximal drei Punkte vergeben.

Im Anschluss, im «Freestyle», ging so richtig die Post ab. Vier Juroren vergaben in den Kategorien Mensch, Hund, Team und Fangquote Punkte. Während zwei Minuten kamen verschiedene Wurftechniken, bei denen der Hund höher als sein Besitzer springen muss, um das Frisbee zu fangen, zum Einsatz. Alle diese akrobatischen Sprünge wurden zu fetziger Musik vorgeführt; bis auf einen Teilnehmer, dessen Hund Figaro klassische Musik bevorzugte.

Lucie Dokulil beendete ihr erstes Turnier auf dem siebten Rang, knapp vor Claudia Rüegg, die Zehnte wurde. Neben den Einsätzen von Mensch und Hund zeigte sich am Turnier auch, dass diese Sportart bei jeder Altersklasse beliebt ist. Mit viel Elan und Freude nahmen Teenager und Pensionierte teil. Der Hund sollte in sehr guter gesundheitlicher Verfassung und mindestens ein Jahr alt sein, bevor man mit solchen Sprüngen beginnt. Angefangen wird mit spielerischem Rollentraining. «Mit einem gut warm gelaufenen Hund ist auch die Verletzungsgefahr sehr gering. Nach dem Einsatz gehört auch das Auslaufen für die Tiere dazu. «So haben Herrchen und Hund lange Freude an diesem Sport», meinte Alen Soldic, der als Moderator durchs Turnier führte.