Friedhof bekommt neues Gesicht

OBERRIET. Die Gemeinde Oberriet lässt die fünf Friedhöfe in der Gemeinde neu gestalten. Die Zunahme von Urnenbestattungen lässt Platz freiwerden, der neu genutzt werden kann. In Oberriet werden vor allem die Wege gehfreundlicher gemacht.

Rösli Zeller
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Der Friedhof Oberriet wird bis Allerheiligen neu gestaltet: Gemeinderat Ernst Stieger, links, Präsident der Friedhofkommission Oberriet, und Landschaftsarchitekt Nik Alge. (Bild: Rösli Zeller)

Der Friedhof Oberriet wird bis Allerheiligen neu gestaltet: Gemeinderat Ernst Stieger, links, Präsident der Friedhofkommission Oberriet, und Landschaftsarchitekt Nik Alge. (Bild: Rösli Zeller)

Dass der Friedhof in Oberriet neu gestaltet wird, ist seit Tagen offensichtlich. Die mächtigen Thujen im Mittelgang, die viel Platz beanspruchten und die Sicht auf die Gräber nahmen, sind gefällt. Die Wege, die für Behinderte und Betagte mühsam zu begehen waren, vom Kies geräumt. Was alles neu gemacht wird, kann auf zwei Plänen im Friedhof eingesehen werden.

Christliche Symbolik bleibt

Räumlich wie optisch wird der Friedhof ein freundliches, einladendes und ruhiges Gesicht erhalten. Die Wege bekommen einen Belag. Dadurch werden sie künftig besser begehbar und auch leichter zu pflegen sein, erklären der Präsident der Oberrieter Friedhofkommission Ernst Stieger und der Widnauer Landschaftsarchitekt Nik Alge.

Es wird auf dem Oberrieter Friedhof künftig mehr Sitzgelegenheiten geben, und das Gemeinschaftsgrab, das eher versteckt war, wird aufgewertet. Anstelle der gefällten Säulenthujen im Mittelgang werden neue Bäume gepflanzt. Der Brunnen ist bereits saniert worden.

Längere Urnenwand

Durch die Neugestaltung wird der Friedhof nicht nur aufgewertet, er soll auch zu einem ruhigen Begegnungsort werden.

Die christliche Symbolik mit den vier Eingängen und dem Kreuz im Mittelpunkt werde mit der Neugestaltung aufgewertet, sagt Nik Alge. Das Kreuz im Mittelgang bleibt an seinem Platz.

Auch an der Kapelle und an der Aufbahrungshalle werden keine Veränderungen vorgenommen. Hingegen wird die Urnenwand verlängert. Es wird neu Platz für 30 weitere Urnen geben.

Die demographische Entwicklung zeige auf die nächsten 50 Jahre hinaus klar einen Trend zu Urnenbestattungen, stellt der Landschaftsarchitekt fest. Schon heute werden weit mehr Urnen- statt Erdbestattungen gewünscht.

Die Gestaltungsarbeiten werden bis Allerheiligen abgeschlossen sein. Bei dem schönen Wetter der letzten Tagen kamen die Arbeiten gut voran.

Die Bürgerschaft genehmigte dieses Projekt mit der Investitionsrechnung anlässlich der Bürgerversammlung vom 26. März.