Freunschaftsspiel zum Wahlauftakt

BERNECK. An einem abwechslungsreichen und von «Tagblatt»-Redaktorin Diana Bula geschickt moderierten Podiums-Anlass präsentierten sich gestern in der Bernecker Bünt-Halle die Kandidierenden für den Gemeinde- und Schulrat etwa 180 Wahlberechtigten. Alle blieben freundlich unverbindlich.

René Schneider
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Kandidierende um das Gemeindepräsidium: (v. l.) Heinz Indermaur (CVP), Corinne Egli (parteilos), Andreas Zellweger (FDP). (Bilder: René Schneider)

Kandidierende um das Gemeindepräsidium: (v. l.) Heinz Indermaur (CVP), Corinne Egli (parteilos), Andreas Zellweger (FDP). (Bilder: René Schneider)

Die Kandidierenden machten es Moderatorin Diana Bula nicht einfach. «Ich würde meinen», «man müsste vielleicht», «ich denke, man sollte». Klare, eindeutige Antworten auf klare, eindeutige Fragen gab es nie. Nicht mal beim Thema «Honglerhaus». (Berneck machte national Schlagzeilen, weil der Gemeinderat in der gemeindeeigenen Liegenschaft Flüchtlinge einquartiert und Schweizer Mietern kündigte). Niemand der drei Kandidierenden für das Gemeindepräsidium distanzierte sich klar oder hiess den Entscheid gut. Aber alle drei kritisierten, wie der Entschluss kommuniziert worden ist. Dass das nicht gut gelaufen war, räumten aber die Bisherigen selber ein.

Vielleicht werden sich die drei Kandidierenden für das Gemeindepräsidium in zwei Wochen deutlicher präsentieren und voneinander abgrenzen: Am Freitag, 31. August ist in der Bünt-Halle ein moderierter Podiums-Anlass nur mit ihnen.

Das Publikum lachte gespannt auf, als die Moderatorin die Bisherigen fragte, mit wem sie denn als Kapitän bzw. Kapitänin auf der Brücke am liebsten für vier Jahre in See stechen würden. Die Antworten waren fast deckungsgleich: «Ich könnte mit allen gut zusammenarbeiten, aber persönlich werde ich (es folgte der Name einer der zwei Männernamen) wählen. «Schon wegen der Partei.» Überraschendes und Spontanes war über die gut anderthalb Stunden kaum zu hören. Leises Gemurmel erntete Gemeindepräsidiums-Kandidat Andreas Zellweger, als er laut darüber nachdachte, dass man die Unterbringung von Flüchtlingen eventuell regional koordinieren könnte.

Weitere Themen waren der Verkehr, die Neugass, die Rösslikreuzung oder Visionen für die nächsten zehn Jahre, aber auch hier war kaum Neues oder Überraschendes zu erfahren. Im Wesentlichen wurde die bisherige Arbeit des Gemeinderates gelobt und gewürdigt.

Einen Lacher erntete René Schürpf auf seine spontane Aussage auf eine konkrete Frage der Moderatorin, dass er Frauen in politischen Ämtern befürworte, «sofern sie besser sind – und kompetenter». Irene Gubelmann (die in einer Kampfwahl um einen Sitz im OMR-Schulrat kandidiert) ist zwar gegen generelle Frauenquoten, fände es aber nicht gut, wenn im neuen OMR Schulrat ausschliesslich Männer sässen. Niemand von den Kandidierenden für die Bernecker Schule erachtet übrigens die Gründung eines Elternrates als vordringlich für Berneck. Ausschliessen will man es aber auch nicht.

Kandidierende Gemeinderäte Markus Dierauer (FDP, neu) und René Schürpf (CVP, bisher)

Kandidierende Gemeinderäte Markus Dierauer (FDP, neu) und René Schürpf (CVP, bisher)

Gemeinderäte: Margrit Wellinger (bisher, CVP), Reto Zellweger (bisher, CVP), Christian Siegrist (bisher, FDP), Jakob Federer (neu)

Gemeinderäte: Margrit Wellinger (bisher, CVP), Reto Zellweger (bisher, CVP), Christian Siegrist (bisher, FDP), Jakob Federer (neu)

Vertreter im OMR-Schulrat: Roland Hofstetter (FDP, neu) und Irene Gubelmann (DU, Dorf&Umwelt, neu).

Vertreter im OMR-Schulrat: Roland Hofstetter (FDP, neu) und Irene Gubelmann (DU, Dorf&Umwelt, neu).

Schulrat: Karl Steger (FDP, bisher) und Marcel Weber (SVP, bisher)

Schulrat: Karl Steger (FDP, bisher) und Marcel Weber (SVP, bisher)

Schulrat: Annemarie Keel (neu, Präsidium), Maria Küttel (bisher)

Schulrat: Annemarie Keel (neu, Präsidium), Maria Küttel (bisher)