«Freude überwiegt»

Die GLP erreicht auf Anhieb 4,8 Prozent, aber keinen Sitz. Präsident Benno B. A. Stadler nimmt Stellung.

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GLP-Präsident Benno B. A. Stadler. (Bild: pd)

GLP-Präsident Benno B. A. Stadler. (Bild: pd)

Herr Stadler, Ihre Partei hat zwar gut abgeschnitten, aber keinen Sitz geholt. Überwiegt nun Frust oder Freude?

Benno B. A. Stadler: Unsere Partei gibt es im Rheintal erst seit zwei Monaten. Angesichts dessen dürfen wir mit dem 4,8-Prozent-Wähleranteil zufrieden sein. Die Freude überwiegt, aber ärgerlich ist es dennoch, so knapp an einem Sitz vorbei zu schrammen.

Warum hat es am Ende nicht zum angestrebten Sitz gereicht?

Stadler: Wie gesagt: Die Gründung der Kreispartei liegt gerade mal zwei Monate zurück. Wir sind noch zu wenig bekannt. Zu viele Wähler in unserer Region haben noch jene Liste eingelegt, die sie in den vergangenen Jahren immer eingelegt haben.

Bei den Nationalratswahlen hatte die GLP Rheintal mit Margrit Kessler sofort Erfolg. Hat im regionalen Wahlkampf ein ähnliches Aushängeschild gefehlt?

Stadler: Mit einem weithin bekannten Kopf auf der Liste hätten wir es sicher einfacher gehabt.

Aber?

Stadler: Auch in jenem Fall hätte unserer Kreispartei ein Leistungsausweis gefehlt, wäre das Budget viel kleiner als bei der Konkurrenz gewesen und hätte auf eine breite Mitgliederbasis verzichtet werden müssen.

Was unternehmen Sie, damit es in vier Jahren anders aussieht?

Stadler: Der Grundstein ist gelegt. Jetzt geht es darum, kontinuierlich zu wachsen. Wir wollen das Tal von der grünliberalen Politik überzeugen und politische Erfolge feiern.

Wie soll das ohne Sitz im Kantonsrat gelingen?

Stadler: Statt im Parlament wollen wir die Wähler an Anlässen zu sachpolitischen Fragen überzeugen. Zudem können wir sehr wohl im Parlament Einfluss nehmen.

Wie?

Stadler: Die kantonale GLP ist mit fünf Sitzen im Parlament vertreten – wir werden unsere Anliegen via diese Räte einbringen. Zudem sind wir mit Margrit Kessler sogar im Nationalrat präsent.

Sie haben gesagt, die Freude überwiege. Auch deshalb, weil Sie der GLP-Kandidat mit dem besten Ergebnis sind?

Stadler: Wichtig war mir vor allem das Team, mein persönliches Ergebnis freut mich aber schon. Speziell die vielen Stimmen aus meinem Heimatort Rebstein.

Interview: Samuel Tanner