Freisprüche für Futterhändler und zwei Bauern

ST. GALLEN. Das Kantonsgericht hat einen Futtermittelhändler, einen Stallbesitzer und einen pensionierten Bauern vom Vorwurf des Betrugs und der Urkundenfälschung freigesprochen.

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ST. GALLEN. Das Kantonsgericht hat einen Futtermittelhändler, einen Stallbesitzer und einen pensionierten Bauern vom Vorwurf des Betrugs und der Urkundenfälschung freigesprochen. Die Anklage hatte ihnen unter anderem vorgeworfen, sie hätten das Fleisch von 1308 Schweinen mit einer falschen Herkunftsbezeichnung und falschen Angaben zur Produktionsart in den Lebensmittelkreislauf gebracht.

Den Futtermittelhändler sprach das Kantonsgericht St. Gallen in allen Anklagepunkten frei. Er erhält eine Entschädigung und eine Genugtuungssumme. Die Kosten des Untersuchungs- und der Gerichtsverfahren von rund 20 000 Franken trägt der Staat. Der Stallbesitzer wurde ebenfalls von allen Anklagepunkten entlastet. Auch er erhält Entschädigung und Genugtuung. Seine Verfahrenskosten, die der Staat trägt, belaufen sich auf rund 16 000 Franken.

Der pensionierte Bauer erhält Freisprüche, die Urkundenfälschung, Widerhandlung gegen das Tierschutzgesetz und Übertretung des Heilmittelgesetzes betreffen. Hingegen erklärte ihn das Kantonsgericht der mehrfachen vorsätzlichen Tierquälerei schuldig. Ihm wurde vorgeworfen, er habe Tiere mit Nabelbrüchen nicht behandelt. Er wurde zu einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je 60 Franken mit einer Probezeit von zwei Jahren verurteilt. Er muss einen kleineren Teil der Untersuchungs- und Gerichtskosten zahlen. Den grösseren Teil trägt der Staat. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (cis)

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