«Freihof» brennt, Kreisel gesperrt

ST.MARGRETHEN. Grosser Einsatz der Feuerwehr an der Hauptübung vom Samstag: Föhn und sommerliche Temperaturen machten zu schaffen; der Brandort direkt neben dem Mineralheilbad-Kreisel war eine Herausforderung für die Verkehrsregelung.

Maya Seiler
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Trotz Hitze eilen die Angehörigen der Feuerwehr im Laufschritt zum Brand. (Bilder: Maya Seiler)

Trotz Hitze eilen die Angehörigen der Feuerwehr im Laufschritt zum Brand. (Bilder: Maya Seiler)

Nachdem alle «Verletzten» geborgen und verarztet und der Brand im ehemaligen «Freihof» gelöscht war, stellte Übungsleiter Martin Schnider die Kontrollfrage: «Hend alli trunke?» Denn der Einsatz, auch wenn es sich «nur» um eine Übung handelte, hatte den Angehörigen der Feuerwehr (AdF) bei diesem heissen Wetter alles abverlangt. Nachdem die Jacken ausgezogen und die Helme abgesetzt waren, sah man, wie viel Schweiss geflossen war.

Küchenbrand in Restaurant

Die Hauptübung ging von einem Brand in der KafiBar Freihof aus, die direkt am Mineralheilbad-Kreisel liegt. Der Brand war in der Küche im 1. Stock ausgebrochen; Rauch quoll aus dem Eingang und schnitt den Fluchtweg über das Treppenhaus ab. Aus dem 2. Stockwerk ertönten Hilferufe. Speditiv und zielsicher gingen die AdFs sofort von zwei Seiten gegen den Brand vor. Mit Atemschutz stiegen sie mittels Teleskop-Leiter über ein Vordach von hinten durch ein Fester in den 1. Stock, während von der Bahnhofstrasse her zuerst Personen aus den beiden oberen Stockwerken geborgen wurden. Im Verwundetennest hatten die Samariterinnen alle Hände voll zu tun, um die «Geretteten» – sechs Figuranten, darunter auch zwei Kinder der Help-Gruppe – zu betreuen. Nicht nur Personen mit Rauchvergiftungen und Verbrennungen mussten sie behandeln. Eine junge Frau hatte sich bei einem Sturz das Nasenbein gebrochen und war bewusstlos; eine andere hatte einen offenen Beinbruch. Beruhigend, dass die Verletzungen nur aus dem Schminkkasten stammten.

Rundum gute Arbeit

Übungsleiter Schnider hob hervor, dass alle trotz Hitze grossen Einsatz gezeigt hätten. Die Prioritäten wurden richtig gesetzt und die Rettungen schnell in die Wege geleitet, ohne die Sicherheit bei der Arbeit mit Atemschutzgeräten zu vernachlässigen. Besonders rühmte er den korrekten Schlauchdienst.

Auch Feuerwehrkommandant Markus Ladner war sehr zufrieden mit der Leistung seiner Truppe. Er zeigte sich beeindruckt, wie schnell seine Leute die Verkehrssituation am stark befahrenen Mineralheilbad-Kreisel in den Griff bekamen. Nur kurze Zeit musste die Kreuzung für PWs gesperrt werden, um dem Tanklöschfahrzeug und dem Hubretter die Zufahrt zum Brandort zu ermöglichen. Dann wurde der Halbkreis Richtung Bahnhofstrasse zum Abstellplatz für die Mannschaftstransporter umfunktioniert, während die zivilen Autos den Kreisel in abwechselndem Einbahnverkehr über die andere Hälfte passierten.

Zahlreiche Zuschauer verfolgten die Arbeit der Feuerwehr; vor allem die Kinder waren beeindruckt vom Hubretter und den wasserspritzenden Schläuchen.