Freiberger im Fokus

Beim Fahr- und Springturnier in Kriessern am Wochenende wurde Marco Eschenmoser Feldtestsieger. Der KRV Gossau gewinnt die Qualifikation zum OKV-Fahrcup.

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Werner Knaus sicherte mit einer Doppelnull-Runde den Sieg für den KRV Gossau. (Bild: pd)

Werner Knaus sicherte mit einer Doppelnull-Runde den Sieg für den KRV Gossau. (Bild: pd)

PFERDESPORT. «Wenn der Pferdezuchtverein Rheintal ein Turnier organisiert, stehen die Interessen der Züchter im Vordergrund», sagte der OK-Präsident Hubert Hutter, selbst ein begeisterter Züchter. Mit dem Feldtest, einer Zuchtprüfung für dreijährige Pferde, einer ganzen Reihe von Jungpferde-Springprüfungen für Vier- bis Sechsjährige und diversen Promotions-Fahrprüfungen im Programm, wird diese Aussage eindrücklich unter Beweis gestellt. Am Start sind vorwiegend Pferde der Schweizer Rasse Freiberger. Ein solcher Anlass ist auch eine gute Gelegenheit dem interessierten Zuschauer zu zeigen, wie sich der Freiberger vom Wagenross zu einem modernen Reit- und Fahrpferd weiterentwickelt hat.

Klein, aber fein

Im Feldtest war das Geschehen mit neun Teilnehmern überschaubar, aber von guter Qualität. In der Extérieur – Beurteilung trennten die ersten drei Pferde nur je einen Punkt, Halla von Kappensand von Urs Frei, Diepoldsau erreichte im Typ die Höchstnote 9. Beim Fahren erhielt Valona von Marco Eschenmoser, Rheineck sogar fünf Mal die 9 und drei Mal die 8 und distanzierte damit die Konkurrenz deutlich. Beim Reiten werden die Grundgangarten geprüft. Da glänzte wieder Halla von Urs Frei mit zwei Höchstnoten für den Galopp und die Reiteignung. Der Feldtest ist ein Ausweis für eine gute Grundausbildung und ein Schaufenster für den jeweiligen Jahrgang.

Fahrcup – ein Publikumsmagnet

Feldtestsieger wurde Valona von Marco Eschenmoser vor den beiden Kappensand – Stuten Halla und Harla. Die ersten vier Pferde in der Rangliste stammen alle vom Kappensand – Zuchthengst Hermitage ab. Der Sonntagnachmittag war für das sportliche Hauptereignis reserviert, eine Qualifikation zum OKV-Fahrcup. Neun Vereine stellten eine Dreier-Equipe und brachten ihren Fanclub mit. Darum waren die Festbänke gut gefüllt, bis heftige Regenschauer die Zuschauer ins Zelt vertrieben. Jedes Teammitglied fährt den Kurs zweimal, das schlechteste Resultat kann am Schluss gestrichen werden. Dem organisierenden Pferdezuchtverein Rheintal gelang der Start mit dem zweiten Zwischenrang optimal, er rutschte später aber auf den 6 Platz ab. Umgekehrt lief es beim Gespannfahrverein Rheintal. Nach einem Fehlstart verbesserte er sich noch auf Rang vier. Den Sieg sicherte sich der Kavallerie- und Reitverein Gossau SG mit einem blanken Konto. Werner Knaus zeigte sich als letzter Fahrer nervenstark. Seine Doppel-Nullrunde ermöglichte es, die einzige schlechte Runde des Teams zu streichen. Am Fahrturnier vom 25. Juni können in Altstätten weitere Punkte geholt werden. (pd)

www.pferdezuchtrheintal.ch.

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