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«Frechdachs» hat einen neuen Bau

Zehn Jahre alt sind Kinderhort und Mittagstisch in Heerbrugg. Neu sind sie im früheren Kindergarten Reichenbündt.
Monika von der Linden
Zügelpause auf dem Trampolin, von links: Manuela Grünenfelder (Schülerhort-Mitarbeiterin), Claudia Tobler (Leiterin Schülerhorte in Heerbrugg und Au) und Ester D’Alessandro (Gruppenleiterin Schülerhort Frechdachs, Heerbrugg). Im «Frechdachs» sind ausserdem Claudia Staudacher als Gruppenleiterin des Mittagstisches und Vroni Sieber als Mitarbeiterin tätig.Bild: Monika von der Linden

Zügelpause auf dem Trampolin, von links: Manuela Grünenfelder (Schülerhort-Mitarbeiterin), Claudia Tobler (Leiterin Schülerhorte in Heerbrugg und Au) und Ester D’Alessandro (Gruppenleiterin Schülerhort Frechdachs, Heerbrugg). Im «Frechdachs» sind ausserdem Claudia Staudacher als Gruppenleiterin des Mittagstisches und Vroni Sieber als Mitarbeiterin tätig.Bild: Monika von der Linden

Als doppelter wurde der Kindergarten Reichenbündt einst gebaut. Als Kindergarten wird er nicht mehr genutzt, seitdem vor drei Jahren die Primarschulgemeinde Au-Heerbrugg den Dreifachkindergarten Blattacker in Betrieb genommen hat. Mit dem Zusammenlegen dreier Klassen unter einem Dach wurden die Räume im «Reichenbündt» frei. In der Zwischenzeit unterrichtete die Oberstufe Mittelrheintal Kleinklassen in diesen Schulräumen. Nun hat sie ihren C-Trakt neu gebaut und muss sich nicht mehr bei der Primarschule einmieten.

Viel Platz zum Spielen, Lernen und Kreativsein

Die räumliche Trennung beider Klassen kommt ab dem neuen Schuljahr dem «Frechdachs» zugute. Er hat genug Platz zum Spielen, Lernen, Ausruhen und Kreativsein.

«Frechdachs» heisst die Einrichtung der Gemeinde und Schulgemeinde, die in Heerbrugg seit zehn Jahren Schülerhort und Mittagstisch in sich vereint. Hier verbringen Kinder vom Kindergarten bis zum Ende der sechsten Klasse fachlich betreut einen Teil ihrer unterrichtsfreien Zeit. Untergebracht war der «Frechdachs» bis Anfang Juli in der ehemaligen viereinhalb Zimmer grossen Mesmerwohnung im Obergeschoss des Pfarreiheims.

Ein früherer Klassenraum dient als Gemeinschaftsraum. Im Untergeschoss stehen grossflächige Tische bereit, an denen die Schülerinnen und Schüler am Mittag essen, Hausaufgaben machen oder basteln und malen. Hier entstehen zum Beispiel in einer Projektwoche die Bastelarbeiten, die am Stand auf dem Adventsmarkt verkauft werden. In den Nebenräumen dürfen die Kinder musizieren oder entspannen. An der Stiege zum Obergeschoss hängt ein Wegweiser: Schloss. Dort werden die Kinder alles finden, was sie benötigen, um mit Prinzessin Frechdachs zu spielen, oder selbst in ihre Rolle zu schlüpfen.

Im Untergeschoss auf der anderen Gebäudeseite liegen gut gepolsterte Matten. Hier lässt es sich toben, wenn das Wetter zu garstig ist, um auf dem Trampolin zu springen, am Ping-Pong-Tisch zu spielen oder über den Spielplatz zu rennen. Das Gegenstück zur Bewegungsecke ist die grosszügige Chilllounge. Zum Restaurant gehören ein gemütlicher Esstisch und eine passende Spielküche. Und Konstrukteure werden in der Bauecke verweilen.

Hausaufgaben werden regelmässig erledigt

Am alten Standort besuchten zwölf Kinder den Hort, am neuen gibt es mehr Raum und es stehen 15 Plätze bereit. Den Mittagstisch nehmen durchschnittlich zwanzig Kinder in Anspruch. Claudia Tobler leitet die Schülerhorte in Au und in Heerbrugg. Sie nennt das Projekt ein Erfolgsmodell.

Schule wird Trägerin von Hort und Mittagstisch

Anfangs seien manche Eltern skeptisch gewesen, ob die Betreuung im Schülerhort die richtige Form für ihr Kind sei, sagt sie. Die Vorbehalte seien aber schnell gewichen. Eine syste­matische Befragung unter den Eltern ergab, dass diese dem «Frechdachs» die Durchschnittsnote 5,5 geben. Aus der Schule habe sie erfahren, dass die Hausaufgaben regelmässig gemacht werden. «Es gibt auch Kinder, die den Hort nicht nutzen, obwohl die Schule es als sinnvoll erachten würde», sagt Claudia Tobler. Die meisten Eltern reagieren aber auf eine Empfehlung. Ein durch die Kesb eingesetzter Beistand kann ei­-ne Platzierung anordnen. «Das kommt etwa drei Mal pro Jahr vor», sagt Claudia Tobler. Kürzlich hat die Primarschulgemeinde die Bildung einer unechten Einheitsgemeinde an der Urne verworfen. Trotzdem wollen die politische Gemeinde (Trägerin Schülerhort) und die Schule (Trägerin Mittagstisch) beide Einrichtung auch formell zusammenschliessen. Die Details werden ausgearbeitet, sodass ab 1. Januar 2020 voraussichtlich die Schule alleinige Trägerin des «Frechdachses» sein wird.

Hinweis Das zehnjährige Bestehen des «Frechdachses» feiern die Gemeinden, Kinder und Mitarbeiterinnen zusammen mit der Einweihung des neuen Standortes. Am Samstag, 7. September, von 13.30 bis 17 Uhr ist Bevölkerung eingeladen zu Gesang, Spiel, Spass und einem Imbiss. «Mit Kopf, Herz und Hand», heisst das Motto des Festes.

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