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Frau Bundesrätin zu Besuch bei Leica

Karin Keller-Sutter ist eine Bundesrätin zum Händeschütteln und Selfies machen. Am Parteitag der St. Galler FDP wusste sie gleichzeitig souverän über politische Geschäfte zu berichten, die sie beschäftigen.
Hildegard Bickel
Bundesrätin Karin Keller-Sutter ist seit 145 Tagen im Amt. Im Interview mit Sven Bradke, Vizepräsident FDP St. Gallen, gab sie offen Auskunft über ihre anspruchsvollen Aufgaben. (Bild: hb)

Bundesrätin Karin Keller-Sutter ist seit 145 Tagen im Amt. Im Interview mit Sven Bradke, Vizepräsident FDP St. Gallen, gab sie offen Auskunft über ihre anspruchsvollen Aufgaben. (Bild: hb)

«Willkommen daheim»-Parteiplakate begrüssten den prominenten Gast am Samstagmorgen im Optik-Hus der Leica Geosystems. Tatsächlich kamen bei Karin Keller-Sutter Heimatgefühle auf. Mit daheim meint sie zwar vordergründig Wil, doch seit sie auch in Bern wohnt, erweitert sich ihr Radius des Heimatbegriffs und schliesst das Rheintal mit ein. «Für mich ist es wichtig, im Kanton sichtbar und fassbar zu bleiben», sagt die im letzten Dezember gewählte Bundesrätin.

Am meisten veränderte sich das Privatleben

Den rund 150 Gästen bot sie an der öffentlichen Veranstaltung Einblicke in ihren neuen Alltag im Bundeshaus. «Man ist sehr exponiert», sagt Karin Keller-Sutter. Das habe sie nicht erschreckt, kennt sie doch die Regierungsaufgaben von ihrer zwölfjährigen Tätigkeit im Kanton St. Gallen. Hingegen änderte sich ihr persönliches Leben.

Dadurch, dass sie nicht mehr oft zu Hause sei, braucht es Organisation, um ihren Gatten zu sehen. «Das ist mir sehr wichtig.» Darauf vorbereitet wurde sie bereits in ihrer Rolle als Ständerätin, als sie ebenfalls viel Zeit in Bern verbrachte. Die anspruchsvollen, politischen Aufgaben von Karin Keller-Sutter sind geprägt von Sitzungen und formellen Anliegen. Sie versucht Lösungen voranzutreiben, auch über das ihr beauftragte Justiz-Departement hinaus, etwa in der Altersvorsorge und der Steuerpolitik.

Beim Interview mit Sven Bradke, Vizepräsident der St. Galler FDP, durfte sich die Bundesrätin der Aufmerksamkeit der Besucher sicher sein, gerade auch deshalb, weil sie unumwunden Schwierigkeiten bei der Suche nach Kompromissen erwähnte oder mit Humor meinte, dass während der Arbeit kaum Zeit für eine Pause bleibe, ausgenommen den Gang zur Toilette. Auch samstags und sonntags ist sie beschäftigt, wenn sie sich auf die kommende Woche vorbereitet und Aktenberge sichtet. «Sie ist sehr dossiersicher und mit Herzblut bei der Arbeit», sagt Raphael Frei, Präsident der FDP St. Gallen.

Karin Keller-Sutter setzt neue Massstäbe

«Aber auch die hohe Belastung ist spürbar.» Sie setze neue Massstäbe, lobte alt Nationalrat und Parteikollege Andreas Zeller. «Sie ist ein Glücksfall für die Schweizer Politik.» Auch die Gäste liessen sich überzeugen vom Auftreten der Bundesrätin. Sie übernehme bereits eine Führungsrolle im Bundesrat und befinde sich auf gutem Weg, war beim geselligen Teil der Veranstaltung zu hören. Karin Keller-Sutter nahm sich währenddessen Zeit, um mit Besuchern für ein persönliches Erinnerungsfoto zu posieren und den direkten Austausch zu pflegen. Darauf legt sie grossen Wert, denn: «Politik machen in unserem Land die Leute in den Gemeinden, im Kanton und das mitwirkende Volk.»

Karin Keller-Sutter, die Volksnahe. Diesen Eindruck schmälerte auch das übliche Sicherheitsaufgebot einiger Polizisten vor der Leica nicht. Bezeichnend war die Art und Weise, wie sie nach Heerbrugg kam – am Steuer ihres eigenen Autos. Das sei zwar nicht immer so bei Terminen. Wenn möglich, möchte sie diese Freiheit aber auch als Bundesrätin behalten.

Hinweis

Leica Geosystems AG lud als Gastgeber zu einem Rundgang ein.

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