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Rüthi: Forstarbeit mit Seilkran, Zangenschlepper und Pferd

Rund 200 Ortsbürger von Rüthi und der Altstätter Enklave Lienz sowie Einwohner aus der näheren Umgebung kamen am Samstag auf die Rüthner Alp Brunnenberg, um sich vom Schaffen der Forstleute und über die heutigen Einsatzmöglichkeiten beim Holzschlag mittels modernstem Maschinenpark zu informieren.
Viele schwere Geräte kommen heutzutage bei Forstarbeiten zum Einsatz. Bild: René Jann

Viele schwere Geräte kommen heutzutage bei Forstarbeiten zum Einsatz. Bild: René Jann

Sascha Kobler, Revierförster der Forst Rüthi-Lienz AG, und Revierförster Röbi Kobler vom benachbarten Revier Allgemeiner Hof Oberriet standen vor Ort Red’ und Antwort. Im Mittelpunkt stand natürlich das allerneuste Rückefahrzeug, ein zwölf Tonnen schwerer HSM- Zangenschlepper, ausgerüstet mit zwei Seilwinden mit zehn Tonnen Zugkraft. Das 2,36 Meter breite Gefährt mit 176 PS Leistung überzeugte in seinem Arbeitseinsatz beim Holzrücken oder als rascher Zubringer zum Entaster.

Eindrücklich war aber auch die Arbeit mit dem mobilen Seilkran, der beim Allgemeinen Hof Oberriet seit zwei Jahren im Einsatz steht. Dabei betonte Revierförster Sascha Kobler die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Nachbarrevier. Der Seilkran, der vor allem im steilen Gelände zum Einsatz gelangt, vermag mit einer Traglast von drei Tonnen Stämme über eine Distanz von 400 Metern zu transportieren. Am Samstag waren es zwar nur gerade 150 Meter, was aber nicht minder eindrücklich war.

Die Sicherheit steht im Vordergrund

Sascha Kobler erklärte, dass es mit den heute im Einsatz stehenden Gerätschaften vor allem um die Sicherheit gehe. So werde die Forstgemeinschaft auch immer mehr damit beauftragt, Waldabschnitte von Privaten zu pflegen. Ein Hauch von Nostalgie vermochte alsdann der Oberrieter Fuhrhalter Otti Jud zu vermitteln. So zeigte er mit seinem 13-jährigen Freiberger, wie das Holz auf schonende Weise aus unwegsamem Gelände gerückt wird. Das rund 700 kg schwere Pferd vermag Lasten bis zu seinem Eigengewicht zu bewegen. Wie Otti Jud, der regelmässig mit seinem Pferd auch an Wettbewerben teilnimmt, erklärte, ist sein Einsatz vielfach im Gebiet der Inneralp gefragt, wo er dann gern auch für die Forstgemeinschaft einspannt, was sein Pferd sichtlich zu schätzen weiss.

Kleiner Festakt zum 20-jährigen Bestehen

Bereits am Vorabend hatten sich geladene Gäste zum schlicht gehaltenen Festakt eingefunden. Dazu wurden sie von Irene Schocher, Präsidentin der Forst Rüthi-Lienz AG, willkommen geheissen. Ein besonderer Willkommgruss galt dabei ihren Amtsvorgängern Nationalrat Thomas Ammann, Daniel Bösch und Meinrad Büchel sowie Kreisoberförster Erwin Rebmann.

Schocher sagte, die Forstgemeinschaft sei stets von grossem innovativem Denken geprägt und stehe heute recht gut da. Sascha Kobler blickte auf die vergangenen 20 Jahre und damit auf den Wandel im Forstwesen ganz allgemein zurück und stellte sein Team mit sechs Beschäftigten vor. In seinem Ausblick erklärte er, dass die Aufmerksamkeit den zunehmend trockener werdenden Sommern gelte. Der Wald sei umzugestalten und an die neuen Bedingungen anzupassen. Bei der Aufforstung wird es künftig mehr Laub- denn Nadelholz geben. Der Ortsverwaltungsrat verband das 20-jährige Bestehen der Forst Rüthi-Lienz AG mit dem Ortsbürgertag, so dass ein gemütliches Fest auf der Alp Brunnenberg abgehalten wurde. Die Bewirtung der Gäste hatte die IG Büchel am Rhein übernommen, während die Feuerwehr mit Shuttlebussen für den Personentransport verantwortlich zeichnete. (j)

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