Fliegende Turner, staunende Zuschauer

Die Show für die Gymnaestrada, die im Juli in Helsinki stattfindet, begeisterte am Samstag in der Aegetenhalle in Widnau die zahlreichen Zuschauer. Die zweistündige Vorführung von Turnerinnen und Turnern zwischen sieben und 84 Jahren war ein Leckerbissen.

Mäx Hasler
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Zwerge werden zu Riesen: Glückliche und zufriedene Rheintaler Turnerinnen und Turner nach ihrer gelungenen Show. (Bild: Mäx Hasler)

Zwerge werden zu Riesen: Glückliche und zufriedene Rheintaler Turnerinnen und Turner nach ihrer gelungenen Show. (Bild: Mäx Hasler)

TURNEN. Wer ein Ticket für eine der drei Vorführungen ergattern konnte, durfte sich glücklich schätzen. Insgesamt fast 1200 Zuschauer bekamen nämlich acht individuelle Shows zu sehen, die es in sich hatten und in dieser Form im Rheintal wohl für einige Zeit nicht mehr zu sehen sind.

Während rund zwei Stunden reihte sich Höhepunkt an Höhepunkt. Rund 600 Turner und Turnerinnen im Alter zwischen sieben und 84 Jahre rissen die begeistert mitgehenden Zuschauer, die nicht mit Applaus geizten, von den Sitzen.

Show mit acht Highlights

Das erste Highlight, dem noch sieben weitere folgten, war die Show der Gym Beats aus dem Zürcher Oberland. Ihre rasante Disco-Show am Boden, Barren und am Reck war der gelungene Auftakt einer phantastischen Aufführung.

Jede der acht Gruppen hat eine eigene Geschichte vorgeführt, respektive geturnt. Die Gruppe Ark aus der Innerschweiz etwa hat die Arche Noah aufs Parkett gebracht. Die Akronis aus Niederwil sorgten mit Comedy-Turnen als tapsige Appenzeller für viele Lacher. Ein Hingucker war die Show Involution einer Tessiner Gruppe. Ihr Versuch, aus dem tristen grauen Alltag in eine farbige freudige Welt zu turnen, war vielleicht der beste der acht Blöcke.

Den Abschluss bildete die Gruppe Swiss Fantasy, in deren 120-köpfiger Turnerschar auch viele Rheintaler mitmachen. Unter den Augen der Leiter Miriam Salvisberg, Christian Vetsch, Kurt Rüdisühli und Blockchef Urs Lüchinger wuchs die Truppe über sich hinaus. Ihre Show über einen verlorenen Zwerg bestehend aus Geräteturnen mit fliegenden Leibern, Sprüngen, Salti und Schrauben, kombiniert mit anmutender Gymnastik und Tanz, riss die Zuschauer vollends von den Sitzen.

Urs Lüchinger war nach der Show hochzufrieden. «Meine <Buben und Mädchen> waren noch nie so gut wie heute; sie turnten herausragend. Sie haben aber noch mehr Potenzial», sagt der Balgacher.

Ein Kompliment gebührt auch dem 15-köpfigen OK aus den Turnvereinen von Balgach, Rebstein, Au und Berneck, die ein beachtliches Turnspektakel auf die Bühne gestellt haben.