Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Fischarten im Kanal verdoppelt

«Alles wieder Fisch im Rheintaler Binnenkanal» ist der Titel der Broschüre zum Fischinventar auf der revitalisierten Strecke des Rheintaler Binnenkanals. Fachleute und Experten zogen kürzlich Bilanz.
Kurt Latzer
Sie haben Bilanz gezogen und die neue Broschüre vorgestellt (von links): Urs Müller, Geschäftsführer RBK, Reto Zingg, Biologe VUF und Initiant des Fischmonitorings, Roland Wälter, Präsident RBK, Roland Riederer, Fischexperte, und Michael Kugler, Anjf St. Gallen. (Bild: Kurt Latzer)

Sie haben Bilanz gezogen und die neue Broschüre vorgestellt (von links): Urs Müller, Geschäftsführer RBK, Reto Zingg, Biologe VUF und Initiant des Fischmonitorings, Roland Wälter, Präsident RBK, Roland Riederer, Fischexperte, und Michael Kugler, Anjf St. Gallen. (Bild: Kurt Latzer)

«Wieder alles Fisch im Rheintaler Binnenkanal», lautet der Titel der Broschüre, die der Gewässer- und Fischökologe Roland Riederer und Reto Zingg, Initiant der Fischerhebung, verfasst haben. Und die Bilanz zur Zahl und Art der Fische im revitalisierten, 2,1 Kilometer langen Stück Binnenkanal ist eine erfreuliche.

Bevor man dem schnurgerade fliessenden Wasser zwischen 2006 und 2008 fünf- bis achtmal mehr Platz verschaffte, hat sich der Fischbestand markant verändert. «Vor der Revitalisierung wurden neun Fischarten festgestellt. Bei der Erhebung 2017 waren es 18 Arten», sagte Roland Riederer bei der Präsentation der Broschüre.

Nicht erwartete Fischart entdeckt

Das Projekt wurde vom Kan­- ton St. Gallen, dem Zweckverband Rheintaler Binnenkanal, der Schweizer Stiftung für Vogelschutz, der Politischen Gemeinde Rüthi sowie Fischereivereinen und dem Rheinunternehmen unterstützt. Ziel der Broschüre war nicht allein, über das Fischinventar zu informieren, sondern der Öffentlichkeit auf die Vielfalt der Fischarten, deren Gefährdung und Lebensraumansprüche aufmerksam zu machen.

«Bei der Erhebung im vergangenen Jahr haben wir Bitterlinge entdeckt, einen Fisch, mit dem wir nicht gerechnet haben», sagte Reto Zingg. Bitterlinge findet man nur dort, wo es ausreichend Muscheln gibt. Für die Fortpflanzung legen Bitterlinge Eier in der Muschel ab.

Diese Fischart hat sich dank der neu geschaffenen Stillgewässer wieder angesiedelt, da sich dort die Muscheln – anders als im stark strömenden Wasser – halten können.

Bachforellen pflanzen sich wieder selbst fort

Besonders erfreut über die Entwicklung der Bachforelle ist Michael Kugler, Mitarbeiter des Amtes für Natur, Jagd und Fischerei (Anjf). Heute lebt im revitalisierten Abschnitt eine Bachforellenpopulation, die sich selbst fortpflanzt. «Das verdanken wir nicht der Revitalisierung allein, sondern auch dem Fischereiverein Rüthi», sagte Kugler bei der Präsentation der Broschüre. Seit Jahren verbietet der Verein seinen Mitgliedern das Fangen von Bachforellen, um nur eine Massnahme zu nennen.

Naturnaher Lebensraum braucht Platz

Die Fischbestände betreffend, steht seit dem Monitoring im Rüthner Binnenkanal noch etwas fest. «Das Pilotprojekt hat einen naturnahen Lebensraum zurückgebracht. Es hat sich gezeigt, dass dies nur funktioniert, wenn man am Kanal Platz schafft», sagte Michael Kugler. Obwohl es der Mitarbeiter des Anjf nicht offen aussprach, war seinen Worten ein Wunsch zu entnehmen. Den, auch am Rheintaler Binnenkanal mehr Abschnitte wie den in Rüthi zu schaffen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.