Firma Wüst baut «Kasten»-Rundweg mit

Eine Treppe, die aus dem Felsen herausragt, dient als Attraktion des neuen Europa-Rundwegs auf dem Hohen Kasten. Die vor Ort zusammengefügten Teile stammen von der Altstätter Metallbaufirma Wüst.

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ALTSTÄTTEN. Mit dem Helikopter wurden am Donnerstag die einzelnen Elemente zum Gipfel geflogen und im Felsen verankert. Der Geschäftsführer der Altstätter Metallbaufirma, Walter Wüst, spricht von einem grossen Auftrag und einer besonders anspruchsvollen Arbeit, schon wegen der Statik. Die Treppe wird um den Felsen herum und in den Felsen hinein gebaut.

Auf Oberkamor gelagert

Vor dem Helikoptereinsatz vom Donnerstag war das Material auf den Oberkamor geflogen und dort gelagert worden. Von hier wurden die neun Teile zum Hohen Kasten gebracht und montiert. Der Abschluss der Arbeiten ist noch für dieses Jahr geplant. Allerdings muss das Wetter mitmachen. Klappt alles, könnten vielleicht noch in diesem Jahr die ersten Touristen auf dem Europa-Rundweg unterwegs sein. Dank dieses Projekts sollen künftig alle Gäste, unabhängig von ihrem Schuhwerk, rund um den Gipfel herum die Aussicht geniessen. Am Donnerstag zeigte sich schnell: Das heikle Manöver verlief zügiger als erwartet. Alle bei Wüst vorbereiteten Teile passten perfekt.

Wanderwege gesperrt

Während der Arbeiten auf dem Hohen Kasten sind die Wanderwege um den Berg herum gesperrt. Nicht alle Gäste wollten dies an diesem Morgen begreifen. Martin Ebneter erreichte ein Funkspruch, wonach ein Wanderer unbedingt in Richtung Stauberen aufbrechen wollte. Ebneter verneinte. «Das geht nicht», funkte er zurück. Alles in allem hätten sie während der diesjährigen Bauphase aber sehr tolerante Gäste erlebt.

Für den Frühling ist ein Einweihungsfest vorgesehen. Weitere Ideen bestünden viele, heisst es, doch zunächst soll eine Konsolidierungsphase folgen. «Bei einem Planungshorizont von drei bis fünf Jahren ist 2020 ein weiterer Höhepunkt denkbar», sagt Kastenbahn-Verwaltungsratspräsident Emil Koller. Details möchte er noch nicht erraten. (rf/gb)