Finales Zittern wegen langer Baisse

Trotz zuletzt zwei Siegen haben die Gators im Playoff-Rennen weiterhin Rückstand. Trainer Simon Gugelmann sagt: «Wir müssen auf uns schauen.» Aber die Resultate der Konkurrenz sind auch entscheidend. Restprogramm der Playoff-Kandidaten

Yves Solenthaler
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So wie am letzten Freitag gegen Pfannenstiel Egg müssen die Gators mit Arbnor Papaj, Kevin Tanner und Joel Untersander (von vorne) die Abwehr der zwei kommenden Gegner unter Druck setzen. (Bild: ys)

So wie am letzten Freitag gegen Pfannenstiel Egg müssen die Gators mit Arbnor Papaj, Kevin Tanner und Joel Untersander (von vorne) die Abwehr der zwei kommenden Gegner unter Druck setzen. (Bild: ys)

UNIHOCKEY. Theoretisch ist es möglich, dass die Gators mit zwei Punkten in den zwei verbleibenden Spielen die Playoffs der 1. Liga Grossfeld erreichen. Ebenso ist es aber auch möglich, dass die Rheintaler selbst mit dem Punktemaximum (sechs Zähler) in die Playouts geschickt werden. Die Konkurrenten um die letzten zwei Playoff-Plätze (5. und 6. Rang) sind Nesslau und Pfannenstiel Egg.

Wenn 2 Punkte besser sind als 6

Die erwähnte Erfolgs-Variante mit zwei Punkten sieht so aus, dass Pfannenstiel Egg in den letzten zwei Spielen ohne Punkt bleibt – und dabei so hoch verliert, dass es bezüglich Tordifferenz hinter die Rheintaler zurückfällt.

Sechs Punkte würden den Gators hingegen dann nicht reichen, wenn sowohl Nesslau als auch Egg in der 17. Runde einen drei Punkte werten Sieg erringen, und sich in der Schlussrunde auf einen Sieg nach Verlängerung für Egg «einigen».

Die Realität liegt zwischen diesen beiden Szenarien: Mit zwei Siegen haben die Gators nach wie vor gute Playoff-Chancen, mit nur einem Sieg dürfte das Verdikt Playout lauten. Die kommende Runde wird darüber Aufschluss geben: Nesslau spielt in Bülach, das bei einer Niederlage selbst noch ins Zittern kommen kann, und Pfannenstiel Egg empfängt Gordola, das um eine gute Ausgangslage in den Playouts kämpft. Dasselbe gilt auch für Zürich Oberland, den Gators-Gegner. Wenn die Rheintaler am Samstag um 17 Uhr nicht gewinnen, kann die Playoff-Hoffnung schon dahin sein.

Sollten sie aber gewinnen und beide direkten Konkurrenten verlieren, sieht es plötzlich ganz gut aus.

Ganz gut sah vor einer Woche auch das Gators-Spiel aus. Beim 8:3-Sieg gegen Egg brillierte vor allem die erste Sturmreihe mit dem filigranen Spielmacher Arbnor Papaj, dem jede Abschlussmöglichkeit nutzenden Joel Untersander und dem ausgeglichenen und ruhig agierenden Kevin Tanner. Auch der zweite Block (Klemens Kühnis, Cedric Siegrist, Lukas Durot) soll und kann Tore schiessen. Und die jungen Spieler wie Beni Krause, Ramon Hunziker oder Stephan Bünter bereicherten das Gators-Spiel mit herzerfrischendem Angriffsgeist.

Wer diesen Auftritt gegen einen direkten Konkurrenten gesehen hat, muss fragen: Wie kann es sein, dass die Gators derart zittern müssen?

8 Niederlagen in 9 Spielen

Für die Antwort reicht ein Blick in die Statistik: Von der 6. bis zur 14. Runde haben die Rhein-Krokos in neun Spielen achtmal verloren. Bei dieser Baisse ist es fast schon erstaunlich, dass die Rheintaler überhaupt noch Playoff-Chancen haben. «Wir waren in dieser Phase nicht immer so schlecht, wie die Resultate ausgefallen sind», sagt Trainer Simon Gugelmann.

Er vertraut seinem Team – und Panik kommt bei den Gators traditionell nicht deswegen auf, weil man mal das Saisonziel verpassen könnte. Darum sagt Gugelmann: «In den letzten zwei Spielen lief es gut, wir müssen weiter ausschliesslich auf uns schauen.»

Aber den Luxus, dass die Resultate der Konkurrenz einerlei sind, haben die Gators nicht.

1. LIGA GROSSFELD, GRUPPE 2

Rangliste (je 16 Spiele): 1. Jona 42, 2. Herisau 41, 3. Altendorf 40, 4. Bülach 25, 5. Nesslau 21 (–13), 6. Egg 20 (–8); 7. Gators 18 (–14), 8. Gordola 14, 9. Zürich Oberland 13, 10. Laupen 6.

Nesslau: Bülach (away), Egg (home).

Egg: Gordola (h), Nesslau (a).

Gators: Zürich Oberland (Samstag, 17 Uhr, in Hittnau), Jona-Uznach (h).