Feuer
«Brandwache blieb die ganze Nacht vor Ort»: Die Lage nach dem Grossbrand in Rebstein – Ursache weiterhin unklar

In einer Industriehalle in Rebstein ist am Dienstagabend ein grosses Feuer ausgebrochen. Die Brandursache ist noch unklar. In der Halle befanden sich Autos, Wohnmobile und sogar eine Wohnung. Verletzt wurde nach aktuellem Stand niemand. Die Kantonspolizei sucht Zeugen.

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Die Industriehallen in Rebstein brannten am Dienstagabend vollständig aus.
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Die Feuerwehr steht in Rebstein mit grossem Aufgebot im Einsatz.

Die Industriehallen in Rebstein brannten am Dienstagabend vollständig aus.

Bilder: PD

Im Rebsteiner Industriegebiet ereignete sich am Dienstagabend ein Grossbrand. Laut Medienmitteilung wurde die Kantonspolizei kurz nach 18 Uhr per Notruf informiert. Feuerwehr und Polizei seien schnell vor Ort gewesen, sagt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen.

Bei dem Gebäude handelt es sich laut Krüsi um eine Industriehalle, in der mehrere Firmen eingemietet sind. Mehrere Autos und Wohnmobile hätten sich darin befunden. Sie seien alle ein «Raub der Flammen» geworden, wie die Kantonspolizei schreibt. Ebenso gebe es im Gebäude eine Wohnung. In der Mitteilung der Kantonspolizei steht:

«Die Halle, inklusive der Wohnung brannten vollständig aus.»

Kurze Zeit später sei das Feuer sogar auf eine zweite Industriehalle übergegangen, sagt Krüsi. Auch diese sei in der Folge komplett niedergebrannt. Nach 20.30 Uhr befand sich das Feuer noch nicht unter Kontrolle. «Die Feuerwehr ist mit grossem Aufgebot vor Ort und löscht den Brand», sagt Krüsi.

Video: FM1Today

Konkret sind laut Krüsi über 100 Feuerwehrleute mit rund 20 Fahrzeugen von verschiedenen Rheintaler Feuerwehren am Dienstagabend im Einsatz gewesen. Sie seien von einem Löschzug der SBB unterstützt worden. Zudem seien sieben Angehörige des Rettungsdienstes mit zwei Rettungswagen aufgeboten worden. Ebenfalls seien ein Einsatzleiter Sanität und ein Notarzt vorsorglich zum Brandort bestellt worden.

Zugverkehr wegen Feuer eingeschränkt

Die Löscharbeiten hätten sich für die aufgebotenen Feuerwehren schwierig gestaltet. «Die Feuerwehrleute können nicht in das Gebäude, weil es zu warm ist», sagt Krüsi. Das heisse Wetter und der Grossbrand haben den Feuerwehrleuten laut Mitteilung zugesetzt. Mehrere Feuerwehrleute hätten sich durch Samariter betreuen lassen müssen. Jedoch habe keiner von ihnen eine weitere medizinische Versorgung benötigt.

Wie Krüsi auf Nachfrage mitteilt, konnte das Feuer schliesslich um 22 Uhr gelöscht werden. «Die Brandwache blieb allerdings die ganze Nacht vor Ort, um sicherzugehen, dass das Feuer nicht nochmals ausbricht», sagt Krüsi.

Brandursache wird am Mittwoch wohl noch nicht eruiert sein

«Der Fokus der Ermittlungen ist nun, die Brandursache zu finden und den genauen Schaden zu eruieren», sagt Krüsi am frühen Mittwochmorgen gegenüber Tagblatt Online. Die Spezialisten des Kompetenzzentrums Forensik der Kantonspolizei St.Gallen seien mit der Brandursachenermittlung beauftragt worden. Sie können allerdings erst am Mittwoch in die Industriehalle, in welcher der Brand ausbrach. Am Dienstag war die Einsturzgefahr noch zu hoch, das Gebäude ausserdem zu warm.

«Ich gehe aber nicht davon aus, dass die Brandursache heute bereits eruiert werden kann», sagt Krüsi. Verletzt hätten sich zum Glück weder Personen in den ausgebrannten Gebäuden, noch Einsatzkräfte. Gemäss einer Medienmitteilung der Kantonspolizei vom Dienstag wird angenommen, dass sich der gesamte Sachschaden in Millionenhöhe beläuft. Die Polizei sucht nun auch nach Zeugen.

Auch im Zugverkehr kam es zu Störungen. Der Brand ereignete sich in der Nähe eines Gleises. Die Bahnstrecke Rebstein-Marbach-Heerbrugg wurde aufgrund des Feuers unterbrochen. Inzwischen sind die Gleise allerdings wieder befahrbar. (hol/aye)

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