Fertig mit dem Kantönligeist

Seit diesem Jahr steht den Feuerwehr-Kadern ein neues gesamtschweizerisches Reglement zur Verfügung. Am Samstag übten damit Unterrheintaler Unteroffiziere.

Drucken
Teilen
Unteroffiziere müssen Übungen planen und durchführen: Sie müssen auch in der Lage sein zu zeigen, wie jeder Handgriff richtig gemacht wird. (Bild: Kurt Latzer)

Unteroffiziere müssen Übungen planen und durchführen: Sie müssen auch in der Lage sein zu zeigen, wie jeder Handgriff richtig gemacht wird. (Bild: Kurt Latzer)

HEERBRUGG. Etwa 70 Unteroffiziere der Feuerwehren von Thal bis Balgach haben am Samstag beim Depot der Feuerwehr Au-Heerbrugg einen Weiterbildungskurs absolviert. Grund für die Übung ist das neu eingeführte Reglement Basiswissen. «Früher hatte praktisch jeder Kanton seine eigenen Reglemente und Richtlinien. Das ist nun mit dem neuen Reglement vorbei», sagte Kurskommandant Alex Göggel, Thal. Es sei nicht nur vieles vereinheitlicht, sondern auch vereinfacht worden. Aufgeteilt in acht Klassen mussten an verschiedenen Posten Übungseinsätze geleitet und anschliessend bewertet werden. Was unter vereinfacht zu verstehen ist, zeigte Alex Göggel am Beispiel Rettungsdienst mit der Handschiebeleiter. «Früher wurde beim Aufstellen der Leiter jeder einzelne Schritt nach Reglement befohlen.» So etwa wohin die Leiter von vier Leuten getragen werden muss, der Fuss der Leiter hingehört, und wann die Leiter verkürzt, verlängert und gesichert werden muss. «Heute kann die Leiter von zwei Leuten aufgestellt werden, der Unteroffizier sagt nur noch wo er die Leiter haben will», sagte der Kurskommandant. Eine weitere Neuerung gibt es bei den lebensrettenden Sofortmassnahmen. Alex Göggel: «Im Gegensatz zu vorher können die Angehörigen der Feuerwehr auch an Defibrillatoren ausgebildet werden.» Davon profitiere nicht nur die Feuerwehr, sondern jeder Einzelne auch im privaten Umfeld. Denn in immer mehr öffentlichen Gebäuden und Firmen stünden heute solche Geräte zur Herz-Reanimation zur Verfügung. (kla)

Aktuelle Nachrichten