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Fernwärme für Kirche und Rathaus

Die Stimmberechtigten entscheiden am Dienstag, 6. November, an der ausserordentlichen Ortsbürgerversammlung über den Kredit von knapp 1,6 Mio. Franken für die Erweiterung des Wärmeverbundes.
Kurt Latzer
Neu sollen der geplante Erweiterungsbau des Mineralheilbades und das Rathaus mit Holzschnitzeln aus dem St. Margrether Ortsgemeindewald beheizt werden. (Bild: Kurt Latzer)

Neu sollen der geplante Erweiterungsbau des Mineralheilbades und das Rathaus mit Holzschnitzeln aus dem St. Margrether Ortsgemeindewald beheizt werden. (Bild: Kurt Latzer)

Die Ortsgemeinde St. Margrethen besitzt 150 Hektaren Wald. Um das eigene Holz besser nutzen zu können, beschloss der Verwaltungsrat vor über 13 Jahren, einen Wärmeverbund zu realisieren. Seit elf Jahren betreibt die Ortsgemeinde eine Holzschnitzelheizung, von der aus die Alterswohnungen, das Altersheim und der Kindergarten im Gebiet Fahr sowie das Mineralheilbad Wärme beziehen.

Neun weitere Liegenschaften sollen nun Energie aus dem Wärmeverbund bekommen. Das sind das Haus Rosengarten des Alters- und Pflegeheims, das Vikariat, die katholische Kirche, das Pfarrhaus, das Schulhaus Rosenberg, der Erweiterungsbau des Alters- und Pflegeheims, die Einfamilienhäuser Steingruber, der Erweiterungsbau des Mineralheilbades und das Gemeindehaus.

Erweiterung soll 1,598 Mio. Franken kosten

Gemäss Gutachten bestehen mit allen Interessenten Absichtserklärungen für den Anschluss ans Fernwärmenetz. Mit der Erweiterung steigt die jährlich zu liefernde Wärmemenge um 30, der Wärmeleistungsbedarf um 60 Prozent. Um dies gewährleisten zu können, sind Investitionen nötig. Für die Erweiterung des Wärmeverbundes beantragt der Ortsverwaltungsrat bei der Bürgerschaft einen Kredit von 1598000 Franken. Für die Erweiterung der Heizzentrale rechnet der Rat mit 274000, für die Erweiterung der Heizanlage mit 534000 und für den Ausbau der Fernwärmeleitungen mit 790000 Franken. Eine zusätzliche Heizung soll kurzfristige Leistungsspitzen abfedern und bei einem Ausfall der Holzschnitzelheizung zum Einsatz kommen. Nach einigen Abklärungen hat sich der Ortsverwaltungsrat für den Einbau einer Ölheizung entschieden.

Warum kein Erdgas? «Wir glauben, die Versorgungssicherheit mit Öl ist grösser. Im Gegensatz zum Gas haben wir das im Tank», sagt Rolf Künzler, Präsident der Ortsgemeinde St. Margrethen. Der Rat bevorzuge die Ölfeuerung, weil er überzeugt ist, diese Zusatzheizung selten einsetzen zu müssen. Und reichen die Holzschnitzel aus dem eigenen Wald für den Ausbau des Wärmeverbundes? «Meistens schon. Wir tauschen uns mit der Forst Rheintal AG aus. Wenn wir einen Überschuss haben, geben wir Material ab. Gibt’s im St. Margrether Wald zu wenig Holzschnitzel, bekommen wir welche», sagt Rolf Künzler.

Keine Suche nach nach neuen Bezügern

Mit dem Ausbau des Wärmeverbundes erreicht die Heizung die Kapazitätsgrenze. Wollte die Ortsgemeinde das Netz weiter ausbauen, müsste bei einem Austausch eine grössere Anlage her. «Es sind keine weiteren Interessenten in der Warteschlaufe. Wir suchen auch nicht aktiv nach weiteren Nutzern des Wärmeverbundes», sagt Rolf Künzler. Ökologisch mache es keinen Sinn, weil der Ortsgemeindewald nicht viel mehr hergibt, als im erweiterten Verbund verheizt wird.

Die Heizung ist laut Ortsgemeindepräsident in einem guten Zustand. Er rechnet mit einem Ersatz erst in etwa zehn Jahren.

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