Fernwärmenetz wird gebaut

Die Wärmeverbund Rüthi AG baut ein Fernleitungsnetz. Sie ist die Betreiberin der Heizzentrale im Neubau des zweiten Mehrfamilienhauses der Ortsgemeinde Rüthi an der Staatsstrasse 129.

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Am Bauprojekt sind beteiligt: (v. l.) Bauleiter Hanspeter Ruckli, Gemeindepräsident Thomas Ammann, Ortsgemeindepräsident Daniel Bösch, Betriebsleiter Sascha Kobler und Meinrad Büchel, Forstgemeinschaft. Ammann, Bösch und Büchel sind Mitglieder des Wärmeverbunds Rüthi AG. (Bild: Rösli Zeller)

Am Bauprojekt sind beteiligt: (v. l.) Bauleiter Hanspeter Ruckli, Gemeindepräsident Thomas Ammann, Ortsgemeindepräsident Daniel Bösch, Betriebsleiter Sascha Kobler und Meinrad Büchel, Forstgemeinschaft. Ammann, Bösch und Büchel sind Mitglieder des Wärmeverbunds Rüthi AG. (Bild: Rösli Zeller)

RÜTHI. Bereits vor zehn Jahren fanden im Schulrat sowie im Ortsverwaltungsrat Diskussionen über den Bau einer Holzschnitzelheizung statt. Im Jahr 2006 leistete die Politische Gemeinde beim Schutzwald-Projekt Tobelwald einen namhaften Betrag zur Förderung für einen Holzwärmeverbund. Dem Gemeinderat war es ein Anliegen, die Bestrebungen zur Realisierung eines Holzwärmeverbunds tatkräftig zu unterstützen. Aufgrund der Bürgerbeschlüsse tritt die Wärmeverbund Rüthi AG (WVR) als AG der Ortsgemeinde, der Politischen Gemeinde und der Forstgemeinschaft Rüthi-Lienz auf. Nun wird das Projekt greifbar. Mit der Planung des zweiten Mehrfamilienhauses der Ortsgemeinde wurde der Bau einer Holzschnitzelheizung geprüft.

Holzschnitzel vorteilhaft

Da in unmittelbarer Nähe mehrere Heizungen das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben, wurde die Planung einer Fernwärme-Netzleitung in Angriff genommen. «Bei der Evaluierung möglicher Heizsysteme im Neubau der Ortsgemeinde hat die Variante Holzschnitzelheizung mehrere Vorteile gegenüber anderen Heizsystemen gezeigt», meint Daniel Bösch, Präsident Ortsgemeinde. Bei Holz als Energieträger bleibe das Geld und die Wertschöpfung grösstenteils in der Gemeinde und der Region. Holz wächst vor der Haustür, es entfallen lange Transportwege; Arbeitsplätze bleiben im Dorf und der Wald wird durch die Holznutzung auch nachhaltig gepflegt.

Im Herbst bezugsbereit

Die WVR AG betreibt die Heizzentrale im Mehrfamilienhaus der Ortsgemeinde, das sich im Bau befindet und im Oktober bezugsbereit ist. Zwischen den beiden Häusern ist der Schacht für die Holzschnitzel untergebracht. «Ab diesen Häusern wird entlang der Staatsstrasse die Fernwärmeleitung erstellt. Die Leitungen sind so dimensioniert, dass noch weitere Interessenten die Möglichkeit haben, sich an das Fernwärmenetz anzuschliessen. Es ist in fünf Lose aufgeteilt», sagt Gemeindepräsident Thomas Ammann. Das erste Los reicht bis zum Dorfbach, im zweiten Los wird gleichzeitig das Netz der Elektra erweitert. Mit den Bauarbeiten werde voraussichtlich noch vor den Sommerferien begonnen.

Die Arbeiten wurden an die Arge Büchel-Dietsche-Göldi vergeben. Die Bauleitung hat das ortsansässige Büro RKL Ingenieurbüro AG inne. (rz)