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Fels, Beton und Stahl unter dem Dorf St. Margrethenberg

Seit über 70 Jahren blieb den meisten Menschen verborgen, was unter dem Bergrücken oberhalb Pfäfers liegt. Am Wochenende lüftet der neue Besitzer das Geheimnis: Die Artilleriefestung Furggels wird eröffnet – mit einer Metzgete.
Yves Ballinari
Lothar Bichsel empfängt am Wochenende erstmals Besucher in der Alpenfestung. (Bild: Jerry Gadient)

Lothar Bichsel empfängt am Wochenende erstmals Besucher in der Alpenfestung. (Bild: Jerry Gadient)

Pfäfers. Wenige Meter unterhalb des Dorfes St. Margrethenberg fällt ein massives Holztor am Rand der Bergstrasse auf. Was dahintersteckt, galt seit dem Zweiten Weltkrieg bis ins aktuelle Jahrzehnt als geheim. Ein Türschild bestätigt, dass hier der Haupteingang einer der grössten Artilleriefestungen der Schweiz liegt. «Die Festung feiert in einigen Tagen Eröffnung», steht im Schaukasten. Hinter dem Holztor haben Fels, Beton, Stahl und Wasser eine fremd anmutende Höhlenlandschaft geschaffen. Tropfsteine säumen den Hauptstollen ins Innere, die Wände sind feucht.

Alle paar Meter zweigen Gänge in unbekannte Ecken des Bauwerks ab. Oft ist ihr Ende nicht zu sehen. Schwere Stahltüren sichern jeden Zugang. Gebaut, um den Feind aufzuhalten, stehen sie nun weit offen: Gäste sind willkommen. Lothar Bichsel, der neue Besitzer der Festung Furggels, hofft, dass sie den 7,6 Kilometer langen Gängen neues Leben einhauchen werden.

Am Freitag erwartet er Persönlichkeiten aus der regionalen Politik und Wirtschaft, am Samstag kann die Öffentlichkeit die Stollen erstmals besichtigen. Die Eröffnung wird mit einer Metzgete gefeiert.

Führungen, Essen, Events

Gastronomie soll bei der künftigen Nutzung eine grosse Rolle spielen. Neben Führungen und der Gastronomie steht die Festung auch für andere Nutzungen offen. Den Spielraum möchte Bichsel möglichst gross gestalten.

Die Besucher sollen die Festung Furggels so vorfinden, wie die Armee sie 71 Jahre betrieben hat: «Die Festung Furggels wird kein Militär-Museum, sie soll einen authentischen Einblick in den Alltag der Besatzung bieten.»

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