Feiertag am Trainer-Geburtstag

Rebsteins Reserven fügen 4.-Liga-Aufstiegsfavorit Heiden beim 2:1 (2:1) die zweite Niederlage zu und übernehmen die Tabellenspitze. Für Trainer Manfred «Mämf» Bischofberger waren die drei Punkte ein Geburtstagsgeschenk.

Mäx Hasler
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Kühne Abwehr: Rebsteins Notnagel-Torhüter Kristian Kühn zeigte gegen Heiden, dass er schon in einer höheren Liga im Tor gestanden hatte. (Bild: Mäx Hasler)

Kühne Abwehr: Rebsteins Notnagel-Torhüter Kristian Kühn zeigte gegen Heiden, dass er schon in einer höheren Liga im Tor gestanden hatte. (Bild: Mäx Hasler)

FUSSBALL. Die Oster-Feiertage sind zwar erst Ende Woche, beim FC Rebstein wurden diese jedoch vorgezogen. Um 15 Uhr machten die Reserven auf der Birkenau vor, wie man einen Favoriten bodigt; und um 17 Uhr machte es die erste Mannschaft in Diepoldsau dem Zwei nach.

Das «Vorspiel» auf der Birkenau hatte es in sich. Der Gast aus dem Vorderland wurde vom Gastgeber richtiggehend überrumpelt. Das Spiel war erst vier Minuten alt, als es im Tor des Häädlers Eugster schon klingelte. Tomasic verwertete ein Zuspiel von Müller per Kopf aus sieben Metern. Zwei Minuten später sahen die 150 Zuschauer fast die gleiche Aktion, jedoch ohne erfolgreichen Abschluss.

Penalty gehalten

Nach zehn Minuten begann Heidens Trainer Boller bereits mit den Einwechslungen: Der offensive Dautaj kam für Müller. Es waren aber die Platzherren, die noch offensiver wurden. Tomasic, Rashiti und der immer anspielbare Zollinger, der viel Laufarbeit verrichtete, setzen dem Abwehrbollwerk der Gäste (erst 5 Gegentore vor dem Rebstein-Spiel) mächtig zu.

Nach 15 Minuten hätte nach einem Rush von Rashiti die Vorentscheidung fallen können. Seine Hereingabe verpuffte aber, weil ihm niemand gefolgt war. Nach 18 Minuten zeigten die nervösen Gäste, dass sie auch ein Wort um den Sieg mitreden wollen. Der Kopfball von Esteves war aber zu harmlos. Nach 26 Minuten hatten die Rebsteiner Glück, als Gächter für den ausgespielten Goalie Kühn rettete und einige Sekunden später auch Keel einen Treffer verhinderte.

In der 38. Minute bekam Heiden einen Freistoss zugesprochen. Der lange Ball wurde von Kristian Kühn zwar gepflückt, allerdings auf Kosten eines Fouls. Der von Esteves geschossene Penalty wurde von der «Rebsteiner Notlösung» – Kühn war früher immerhin mal Stammgoalie in der Oberliga Hessen – im Tor aber gehalten. Fünf Minuten vor der Pause erzielte Esteves mit einem Ball ins lange Eck doch den Ausgleich. Rebstein antwortete durch Fabio Müller aber postwendend mit dem 2:1.

Flaue zweite Hälfte

Die zweite Halbzeit kam nicht annähernd an die erste heran. Beide Teams mussten dem Tempo der ersten 45 Minuten Tribut zollen. Rebstein verwaltete den knappen Vorsprung, und die Gäste waren nicht in der Lage, das Heimteam zu gefährden. Heiden hatte durch Verona und Bischoff noch zwei Möglichkeiten für eine Korrektur. Auf Rebsteiner Seite hatten Tomasic, Rashiti und Krasnici mögliche Resultatverbesserungen auf den Füssen.

Heiden-Trainer Reto Boller war enttäuscht, dass seine Mannschaft zum zweiten Mal gegen Rebstein verlor: «Der Sieg von Rebstein ist verdient. Es war heute klar besser als wir. Wir machten zu viele Fehler.»

Rebsteins Goalie Kühn, der erst seit dem Winter als Feldspieler der vierten Mannschaft in Rebstein spielt, war beim Einstand in der zweiten Mannschaft gleich Matchwinner: «Ich darf zufrieden sein mit meiner Leistung. Allerdings hätte ich gerne zu null gespielt.» Dies kann er am Ostermontag in Widnau nachholen, denn Rebsteins Trainer «Mämf» Bischofberger, dem die Mannschaft den Sieg zum 63. Geburtstag schenkte, prophezeit dem 30-jährigen Notnagel eine erfolgreiche Zukunft zwischen den Pfosten.

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