FDP: Rathaus soll der Stadt gehören

Die FDP Altstätten ist für einen Rathaus-Neubau, aber gegen Stockwerkeigentum der Ortsgemeinde. Für die angrenzenden Areale kann sich die FDP eine Abgabe im Baurecht vorstellen.

Drucken

Altstätten. Die Ortspartei teilt mit, sie sei klar für einen Rathaus-Neubau. Was sie sich vorstellt, ist kein Luxus, sondern ein Ausbau mit Blick aufs Wesentliche, wobei Altstätten seinem Ruf als Energiestadt gerecht zu werden habe und somit der Einsatz von Dach und Fassade für die Produktion von Warmwasser und Strom zu prüfen und als Eventualantrag vorzulegen sei.

Die Schulverwaltung sei, wie vorgeschlagen, ins Rathaus zu integrieren, ausserdem wird eine Reserve für weitere regionalisierte Gemeindeämter als sinnvoll erachtet. Altstätten habe nicht nur Zentrumsfunktion, solche Ämter brächten auch einen nachhaltigen wirtschaftlichen Nutzen.

Ein Stockwerkeigentum der Ortsgemeinde lehnt die FDP ab, denn es führe zu komplizierten Eigentumsverhältnissen im Rathaus. Zudem sei eine Finanzierung durch die Stadt für den Bürger eindeutig die günstigere und zweckmässigere Lösung. Und: «Das Dachgeschoss mit seinem einzigartigen Blick über Altstätten gehört in den Besitz der Stadt.»

«Klare Aufwertung»

Das ganze Zentrumsprojekt hält die FDP für die Stadt für zukunftweisend und somit bedeutend. Altstätten erfahre dank des Gesamtprojekts mit Zentrumsüberbauung und Rathaus-Neubau eine «klare Aufwertung mit deutlichem Mehrwert» zugunsten der Bevölkerung. Eine Reduktion des Projekts wäre nicht im Sinne der FDP. Die bei einem Rathaus-Neubau «geringfügigen Mehrkosten» würden durch den Mehrnutzen und den Raumgewinn deutlich aufgewogen. Das zeige auch der Vergleich der Kubaturkosten. Die FDP schreibt, sie lehne «jedes Experiment mit Total- und Teilsanierungen ab», denn dies «würde für den Steuerzahler letztlich teurer».

Abgabe im Baurecht?

Die FDP wertet auch die Neugestaltung des Rathausplatzes als positiv. Eine offene, transparente Verbindung zwischen dem Platz und der Marktgasse sei ein Gewinn. Die Integration der Figur Chûnrat gelte es zu prüfen. Auch den Bau einer Tiefgarage begrüsst die FDP. Nur mit ihr könne jemals ernsthaft über eine autofreie Marktgasse diskutiert werden.

Dass der Stadtrat die zentral gelegenen Areale Müller, Freihof, Gschwend und Pneu Egger verkaufen will (soweit sie nicht durch das Strassen- und Infrastrukturprojekt belegt sind), erachtet die FDP Altstätten unter den heutigen Gegebenheiten für zweckmässig. Eine prüfenswerte Alternative stelle die Abgabe im Baurecht dar. Dies brächte Altstätten regelmässige, kalkulierbare Zinseinnahmen über Jahre, schreibt die FDP weiter. (pd)

www.fdp-altstaetten.ch