FDP-Präsident nicht in Gemeinderat gewählt

WIDNAU. Stefan Sieber (Widnau plus) macht das Rennen um den Sitz in den Gemeinderat. Mit 231 Stimmen mehr als Alexander Bartl (FDP) und auch 163 Stimmen mehr als Peter Weder (bisher, SVP) erreichte er das viertbeste Resultat.

Maya Schmid-Egert
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Widnau plus in Siegeslaune: Karin Gresser Tüscher (vorne links), Stefan Sieber (Mitte) und Sandra Stoffel-Hämmerle (Bilder: Maya Schmid-Egert)

Widnau plus in Siegeslaune: Karin Gresser Tüscher (vorne links), Stefan Sieber (Mitte) und Sandra Stoffel-Hämmerle (Bilder: Maya Schmid-Egert)

Katerstimmung war zwar nicht auszumachen, dennoch hätte die FDP gerne noch einen zweiten Sitz im Gemeinderat dazugewonnen. «Es ist kein Weltuntergang. Wir haben es versucht und nun halt verloren», sagte der unterlegene Alexander Bartl gestern am Telefon. Er nahm das insofern ärgerliche Resultat, als nur 68 Stimmen zum (wie 2008) schlechtest platzierten Peter Weder (SVP) fehlten, auf den Rängen der AFG Arena entgegen. Den Grund für seine Nicht-Wahl sieht der FDP-Präsident nicht darin begründet, dass Lebensgefährtin Désirée Seitz (FDP) gleichzeitig für den Schulrat kandidiert hat – und mit 960 Stimmen das Absolute Mehr von 911 gerade noch gemeistert hat und gewählt wurde: «Für sie freue ich mich, weil die beiden anderen Kandidatinnen sehr stark waren.» Während der FDP-Sitz im Schulrat verteidigt werden konnte, verlor ihn die CVP. Die für den freigewordenen Sitz von Rita Frei kandidierende Tanja Strauch-Frei erreichte mit 944 Stimmen das Absolute Mehr zwar, erzielte aber insgesamt das schwächste Resultat.

Widnau plus legt zu

Mit Stefan Sieber konnte die Gruppierung Widnau plus den freigewordenen Gemeinderats-Sitz von Urban Hämmerle verteidigen. Er verspricht: «Ich möchte dessen Arbeit weiterführen.» Die Widnau-plus-Kandidatin für den Schulrat, Karin Gresser-Tüscher, erreichte mit 1287 Stimmen das drittbeste Resultat. Sie sagte: «Ich freue mich und bin einfach nur gespannt, was jetzt auf mich zukommt.» Mit der Wahl von Sandra Stoffel-Hämmerle in die GPK der Gemeinde fällt die Wahlbilanz für Widnau plus unter dem Strich sehr erfreulich aus. Präsident Thomas Widmer begründet den Erfolg darin, «dass wir bereits vor eineinhalb Jahren mit der Suche angefangen und letztlich starke Kandidaten gefunden haben». Auch sei offensichtlich erkannt worden, dass die Gruppierung «im Dienste jener 92 Prozent der Stimm- und Wahlfähigen stehe, die nicht einer Partei angehörten».

Auf ein Glanzresultat stolz sein kann Schulratspräsident Hugo Fehr. Von gültigen 1823 Stimmen erhielt er bloss 19 nicht. Auf ein ähnlich glänzendes Resultat darf auch Gemeindepräsidentin Christa Köppel blicken. Sie erzielte 1596 von 1672 Stimmen. Mit nur knapp 37 Prozent lag der Wähleranteil allerdings vergleichsweise tief.

Von den wiedergewählten Gemeinderäten erzielte Marco Köppel das beste Resultat (1453, FDP), gefolgt von den CVP-Gemeinderäten Werner Barmettler (1449) und Marlen Hasler (1399).

CVP-Schulrat Goar Hutter (bisher) führt die Liste der Resultate mit 1519 von 1821 Stimmen an, dicht gefolgt von Parteikollegin Susanne Schnider (ebenfalls bisher) mit 1458 Stimmen.

Zweiter Wahlgang

Der Überschuss an neuen Kandidaten für den Ortsverwaltungsrat führte dazu, dass sich neben dem souverän wiedergewählten Präsidenten Karl Köppel nur Kurt Köppel (488) neben den bisherigen, wiedergewählten Stefan Linder und Judith Spirig (beide 663) einen Sitz ergattern konnte. Die anderen vier Kandidaten erreichten das Absolute Mehr von 398 Stimmen nicht. Somit kommt es zum zweiten Wahlgang. Bestes Resultat erzielte Roman Frei (311).

Désirée Seitz

Désirée Seitz