FCD siegt in letzter Minute

Diepoldsau entscheidet das Derby in Rebstein dank eines späten Tors von Paglianiti 2:1 (0:0) für sich. Obschon Rebstein engagiert spielte, war der Sieg der favorisierten Gäste nicht gestohlen.

Remo Zollinger
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Florian Nüesch (rechts), hier im Zweikampf mit Igor Jovicic, brachte Rebstein mit einem sehenswerten Tor in Führung. Es reichte dennoch nicht für den ersten Punktgewinn des Heimteams. (Bild: Remo Zollinger)

Florian Nüesch (rechts), hier im Zweikampf mit Igor Jovicic, brachte Rebstein mit einem sehenswerten Tor in Führung. Es reichte dennoch nicht für den ersten Punktgewinn des Heimteams. (Bild: Remo Zollinger)

Auch im zweiten Spiel der neuen Saison muss Rebstein als Verlierer vom Feld gehen: Gegen Diepoldsau-Schmitter verlor die Vrenezi-Elf mit 1:2. Die Gastgeber legten sehr viel Willen und Kampf an den Tag, verpassten es aber, in der starken ersten Hälfte in Führung zu gehen. Dies holten die Grün-Weissen nach der Pause zwar nach, es widersprach dort aber dem Spielverlauf. Die Gäste korrigierten dies zehn Minuten nach dem Gegentor, ehe sie kurz vor Spielende gar in Führung gingen. Diepoldsau ging nicht unverdient als Sieger vom Feld – in der zweiten Halbzeit standen Hafners Schützlinge dem Sieg wesentlich näher als Rebstein.

Entscheidung in 89. Minute

Das entscheidende Tor fiel eine Minute vor Schluss. Rebsteins Hintermannschaft agierte dabei viel zu offen, wovon Diepoldsau profitieren konnte. Bjalava setzte sich über links durch und passte scharf zur Mitte, wo Paglianiti den Ball am entfernten Pfosten energisch über die Linie drückte. Es war ein Tor, das sich abgezeichnet hatte: Ausser einem scharfen Distanzschuss von Nüesch hatten die Gastgeber nicht mehr viele Spielanteile, die Rheininsler standen dem Sieg näher. Speziell Stürmer Abdoski, der zwar dreimal im Abseits stand, aber auch einige Chancen hatte, beschwor viel Gefahr herauf. Einmal scheiterte er ganz allein vor Federer. Besser hatte er es in der 66. Minute gemacht, als er aus einem Gewirr heraus am schnellsten reagierte und zum 1:1 traf.

Die erste Halbzeit zeigte indes ein anderes Bild, Rebstein war die bessere Mannschaft auf dem Platz. Nach neun Minuten hätte Grün-Weiss in Führung gehen müssen, als Raphael Huber steil angespielt wurde, der Diepoldsauer Abwehr entwischte und in der Folge an Torhüter Jung scheiterte.

Starke Rebsteiner Halbzeit

Der ehemalige Diepoldsauer hatte bei allen gefährlichen Aktionen der Gastgeber seine Füsse im Spiel. So auch in der 20. Minute, als sich der schönste Angriff des gesamten Spiels ereignete: Über mehrere Stationen gelangte der Ball zu Köppel, der mit links abzog und nur den Pfosten traf. Die dritte Chance hatte Nüesch mit einem Freistoss, aber auch hier war Jung auf dem Posten. Diepoldsau besass erst in der 38. Minute die erste grosse Chance; Meyer scheiterte an Torhüter Federer.

Sehenswertes Tor von Nüesch

Nach dem Seitenwechsel begannen die Gäste, ihre Offensivqualitäten zu zeigen. Abdoski deutete sofort an, dass er sich für die blasse erste Halbzeit rehabilitieren wollte. Deshalb war es eine Überraschung, als Rebstein in Führung ging. Es war aber ein sehr schönes Tor: Huber lancierte Nüesch steil, dieser gewann das Laufduell mit seinem Gegenspieler, ehe er den Ball sehenswert via Innenpfosten zum 1:0 ins Netz spedierte.

Das Tor verhalf Rebstein aber auch nicht zum ersten Punktgewinn in der neuen Spielzeit. Noch ohne Punkt liegt die Vrenezi-Elf, die im nächsten Spiel nach Schaan reist, am Tabellenende. Am anderen Ende der Tabelle steht Diepoldsau mit dem Punktemaximum nach zwei Spielen.