FCA-Spieler aufgereiht wie grosse Stars – in einem Panini-Album

Nicht nur Ronaldo und Messi gibt’s auf Panini-Bildli; auch die Spieler des früheren FC Altstätten sind in einem Panini-Album versammelt.

Gert Bruderer
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Das waren Zeiten: die Spieler des FC Altstätten in einem Panini-Sammelalbum. Der bekannte Orthopäde Felix Buschor (l.) als junger, zweikampfstarker FCA-Spieler. Im Hintergrund lauert Christoph Heeb.

Das waren Zeiten: die Spieler des FC Altstätten in einem Panini-Sammelalbum. Der bekannte Orthopäde Felix Buschor (l.) als junger, zweikampfstarker FCA-Spieler. Im Hintergrund lauert Christoph Heeb.

Bild: Albin Gächter

Der damalige Trainer des FC Altstätten, der Widnauer Ernst Hasler, hatte es bis vor Kurzem gar nicht gewusst: Wer in der Saison 1981/82 im Panini-Album keine Lücken haben wollte, sammelte auch fleissig die Konterfeis von Altstätter Fussballern. Der FCA gehörte damals der Nationalliga B an; es war eine glorreiche Zeit für den lange Zeit an der 1.-Liga-Spitze mitspielenden Amateurclub.

«Kollegen kommen leider vor allem als Patienten»

Mehrere einheimische Spieler hatten Nationalliga-Klasse, sagt der frühere Altstätter Erfolgstrainer heute. Verteidiger Linus Moser oder Christoph Heeb zum Beispiel. Oder Felix Bu-schor, der bekannte Orthopäde, der am Montag, 13. Juli, seinen 60. Geburtstag feiern konnte. Im Panini-Album sind alle Geburtstage der abgebildeten Spieler erwähnt.

Dem Sport blieb Felix Buschor stets verbunden, beim FC St.Gallen ist er im medizinischen Team. Er hielt Kontakt zu vielen ehemaligen Weggefährten, aber «leider kommen die einstigen Fussballerkollegen heute vor allem als Patienten». Erst letzten Januar bekam der Widnauer Ex-FCA-Goalie René Rieser sein zweites Hüftgelenk von Felix Buschor eingesetzt.

Das waren Zeiten: die Spieler des FC Altstätten in einem Panini-Sammelalbum. Der bekannte Orthopäde Felix Buschor (l.) als junger, zweikampfstarker FCA-Spieler. Im Hintergrund lauert Christoph Heeb.

Das waren Zeiten: die Spieler des FC Altstätten in einem Panini-Sammelalbum. Der bekannte Orthopäde Felix Buschor (l.) als junger, zweikampfstarker FCA-Spieler. Im Hintergrund lauert Christoph Heeb.

Bild: Gert Bruderer Bild: Albin Gächter

Die Zürcher Clubs wollten Felix Buschor

Ernst Hasler spricht anerkennend von Buschors grossen sportlichen Chancen als junger Mann. Der FC Zürich habe sich sogar um ihn beworben. Ebenso dessen städtischer Konkurrenzverein, der Grasshopper Club Zürich, kurz GC. Der berühmte ehemalige Fussballtrainer und Sportmanager Erich Vogel, der von 1981 bis 1983 die U-21-Nationalmannschaft trainierte, sass sogar «bei uns zu Hause in der Stube», erinnert sich Felix Buschor. Allerdings habe der Vater gemeint, «öppis rechts z’lerne» sei dem Fussballspielen vorzuziehen; der Sohn hörte auf ihn.

Später habe er sich allerdings gefragt, ob ein Medizinstudium und eine Fussballkarriere sich nicht hätten verbinden lassen, sagt Felix Buschor. Immerhin habe ja Roger Berbig das auch geschafft, wie er später erfuhr. Der langjährige GC-Goalie ist ebenfalls Arzt.

Kleiner Makel: Nicht alle enthalten

Im Panini-Sammelalbum ist wie von allen damaligen NLA- und NLB-Teams ein Mannschaftsbild enthalten. Den Einzelbildern der Spieler ist eine halbe Seite im Hochformat gewidmet. Zuoberst waren Trainer Ernst Hasler und Goalie René Rieser einzukleben, darunter folgten in fünf Reihen je zwei, insgesamt also zehn Spieler.

Einen Makel hat die hübsche kleine Sammlung allerdings. Nicht alle zu jener Zeit wichtigen Altstätter Spieler sind mit einem Einzelbild gewürdigt. So fehlt zumindest Theo Stieger, Altstättens treffsicherer Stürmer, der in den entscheidenden Aufstiegsspielen gegen Stade Lausanne drei der vier Altstätter Tore erzielte.