FC WIDNAU: Grosses Kader ohne Unruhe

Der Absteiger liegt als Sechster auf dem Platz, den er als Ziel genannt hat. Der Verein ist entspannter als vor einem Jahr.

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Die sportliche Führung wirkt entspannt. «Mit der Vorbereitung sind wir sehr zufrieden», berichtet Sportchef Markus Hutter, «gute Trainingseinheiten, gute Ergebnisse in den Testspielen (Anm.: zuletzt ein 3:1 gegen Amriswil), Wintercup gewonnen und zuletzt ein hervorragendes Trainingslager in Marbella.»

Das Kader blieb in der Winterpause im Wesentlichen konstant. Aber der Weggang von Topskorer Jasmin Abdoski, der in der Vorrunde zwölf Tore erzielte, zum höherklassigen FC Uzwil tut weh. Auch Goalie Kevin Jung hat den Verein verlassen. Dario Faleschini hat seine aktive Karriere beendet und Fadri Jäger ist beim Militär.

Topskorer weg, gekommen ist Routinier für Defensive

Dafür ist Arton Thaqi, der im Herbst pausierte, zurück im Team. Als Ersatz für die Abgänge hat man den erfahrenen Defensivspieler Murat Demirtas vom FC Rankweil und den gelernten Verteidiger Selim Kaya geholt, der von Dornbirn über die Türkei zu den Widnauern gestossen ist. «Beide sind menschlich toll und zeigen im Spiel Präsenz», streut Sportchef Hutter seinen Neuerwerbungen Rosen.

Anders als unter dem damaligen Trainer Tomislav Bundovic sei in den Trainingseinheiten neben dem nötigen Ernst auch viel Freude zu spüren. Das Team funktioniere als Einheit, es gebe keine Grüppchenbildung mehr. Und die wegen des grossen Kaders vielen Reservisten akzeptierten ihre Rolle, weil sie mit der zweiten Mannschaft in der 3. Liga zu Einsätzen kommen.

Auch Trainer Sven Sonderegger ist mit der Situation zufrieden: «Momentan liegen wir mit dem sechsten Platz innerhalb unseres Saisonziels. Jetzt müssen wir etwas Konstanz hineinbringen und vielleicht noch ein oder zwei Ränge in der Tabelle klettern. In der Vorbereitung konnten wir den Jungen viel Spielpraxis bieten, wir werden sie kontinuierlich einbauen.»

Über die Stärke der Ligakonkurrenten will Sven Sonderegger kein Urteil abgeben, «es ist immer schwierig, andere Klubs einzuschätzen, in der Meisterschaft kann sich alles sehr schnell ändern. Eine Beurteilung ist erst nach zwei, drei Runden möglich. Wichtig ist, dass keine Rheintaler Mannschaft absteigt, vielleicht kommt dann im Herbst sogar noch eine weitere dazu, dann haben wir eine super Liga.»

Gerhard Huber