FC RÜTHI: «Wir wollen angreifen»

Mit dem neuen Trainer Anto Tomas, aber kaum verändertem Kader starten die Oberrheintaler in die Rückrunde. Sie wollen die Tabellenspitze aufmischen.

Yves Solenthaler
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Vierter ist Rüthi nach einer wechselhaften Vorrunde, Leader Diepoldsau, mit dem man sich im letzten Spiel des Herbsts 6:6 trennte, liegt sieben Punkte voraus. Von einer wie letzte Saison langweiligen Rückrunde im Mittelfeld möchte Präsident Urs Baumgartner aber nichts wissen.

Bereits vor dem Diepoldsau-Spiel im November hat sich Rüthi von Trainer Didi Metzler getrennt. «Die Stimmung in der Mannschaft war schlecht – und mit einem Sieg gegen Diepoldsau wollten wir im Hinblick auf die Rückrunde näher herankommen», sagt Baumgartner. Das hat nicht ganz geklappt. Mit dem Unentschieden sieht er aber die Chance, die Meisterschaft nochmals spannend zu machen.

Livio Sanseverino ist auf dem Platz das Herz der Mannschaft – und daneben als Mitglied der Spielkommission deren Sportchef. Die Bemerkung, dass mit dem ärgerlichen Cup-Out vor einer Woche die Saison schon gelaufen sei, lässt er nicht stehen: «Wir wollen nochmals angreifen! Zwar sind sieben Punkte Rückstand eine Menge, aber die Mannschaften vor uns werden nicht alle Spiele gewinnen.» Die knappe Cup-Niederlage in Wängi sieht er als Indiz für den Aufschwung: «Wir haben die Thurgauer 85 Minuten lang dominiert.»

Defensive trotz Abgang eines Verteidigers gestärkt

In der Saisonvorschau titelten wir: «Die Abwehr soll nicht mehr wackeln.» Mit 29 Gegentoren ist dieses Vorhaben nicht wirklich umgesetzt worden. Nun betrifft den einzigen Abgang mit Luka Tomas ausgerechnet einen Verteidiger. «Es war kein Problem der Ver­teidigung, das ganze Team muss und wird defensiv besser arbeiten», sagt Sanseverino.

Wieder auf dem Rheinblick ist Flügelstürmer Wendelin Hobel, der ein halbes Jahr pausiert hatte. Und auch der langzeitverletzte Marc Schneider kehrt zurück. Der einzige wirkliche Zuzug neben zwei A-Junioren ist der von Goalie Sören Keller, der im Duell mit Roman Blaser derzeit vorne liegt. Zum Start geht’s mit Wittenbach, Widnau II und Rheineck gegen drei Kellerteams. Sanseverino: «Da müssen neun Punkte her.»

Yves Solenthaler