FC RHEINECK: Elia Marino ist Nachfolger von Frommenwiler

Der Verein, der sehr kurzfristig einen neuen Trainer brauchte, strebt den Klassenerhalt an.

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Präsident René Sutter hat nach dem Abgang von Trainer Pascal Frommenwiler am Sonntag ereignisreiche Tage hinter sich. «Zum Glück haben wir schnell eine Lösung in der Trainerfrage gefunden. Mit Elia Marino haben wir einen geeigneten jungen Trainer in den eigenen Reihen gefunden, der bisher den Nachwuchs betreute.» Marino war auch schon Spieler in der ersten Mannschaft und ist beim FC Rheineck gross geworden. «Ein Urgestein auf der Stapfenwis sozusagen», sagt Sutter.

Zu oft den Emotionen freien Lauf gelassen

Es wird nicht leicht für den neuen Coach. Denn das Rheinecker Team ist eine Ansammlung von Spielern, die von ihrem persönlichen Können zu einem guten Teil zweitligareif wären, die aber oft eigensinnig agieren. Und dabei gerade in der Vorrunde das eine oder andere Mal die Disziplin vergessen und ihren Emotionen freien Lauf gelassen haben.

Ja, Fussball ist ein emotionaler Sport und soll es auch sein. Nur sind Dauerdiskussionen mit dem Unparteiischen und den Gegenspielern meistens kontraproduktiv für das Team.

«Wir müssen unser ursprüngliches Saisonziel – vierter Platz – nach dieser mehr als unglücklich verlaufenen Vorrunde revidieren: Der Abstieg muss natürlich vermieden werden», sagt Sutter. Er rechnet aber damit, dass sich Rheineck vom aktuellen zehnten Platz noch um ein paar Ränge verbessert. «Wir hoffen, mit Flamur Bojaxhi von Widnau II unser Sturmproblem zu lösen.» Zudem wurden Jetmir Lakna und Demir Tajroski auf die Stapfenwis geholt. Einziger Abgang ist das 17-jährige Talent Stefano D’Amico, das vom Nachbarn St. Margrethen verpflichtet wurde.

Der Ligaerhalt sollte möglich sein, denn oft wurden Punkte noch in der Nachspielzeit auch wegen grossem Pech verloren. Aber das Glück muss man sich erarbeiten. Die nächsten Wochen und Monate werden zeigen, ob es Captain Chiarello & Co. gelingt, wieder in den Tritt zu kommen.

Gerhard Huber